Bombenfund: Apotheken bleiben geschlossen 11.03.2026 11:11 Uhr
Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe an der ehemaligen Carolabrücke wurde ein Großteil der Dresdner Innenstadt evakuiert. Die Untersuchung zweier verdächtiger Gegenstände am Neustädter Elbufer ergab nach Angaben der Feuerwehr, dass es sich in einem Fall um Kampfmittel handelt. Die Entschärfung der 250 Kilogramm schweren britischen Fliegerbombe soll im Laufe des Tages erfolgen. Apotheken haben entsprechende Bandansagen für die Kundschaft eingerichtet.
Es ist laut Feuerwehr die bisher größte Evakuierung in Dresden. Rund 18.000 Anwohner sowie Pendler und Touristen mussten bis 9 Uhr den Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern um die Fundstelle verlassen. In dem Sperrgebiet stehen Sehenswürdigkeiten wie das Residenzschloss, die Frauenkirche und die Semperoper.
Auch die Polizeidirektion, der Landtag, mehrere Ministerien, Alten- und Pflegeheime, Apotheken, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen liegen in dem Gebiet. Eine Notunterkunft steht seit 7 Uhr in der Messe Dresden bereit. Dorthin verkehren zusätzliche Busse und Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe.
Funde bei Kampfmittelsondierung
Die mutmaßlichen Blindgänger waren in dem Bereich gefunden worden, auf dem die eingestürzte Carolabrücke neu gebaut werden soll. Auf der Altstädter Seite der Elbe waren die Arbeiten bereits Ende vergangenen Jahres ohne Bombenfunde abgeschlossen worden.
Auf der Neustädter Seite wurden seit Mitte Februar 31 sogenannte „Störstellen“ überprüft, von denen sich 29 als ungefährlich herausstellten. Am Nachmittag wurden die beiden verbleibenden Verdachtsfälle untersucht. Bei den Abrissarbeiten an der Carolabrücke gab es im vergangenen Jahr bereits vier Bombenfunde. Im August waren 17.000 Betroffene für eine Entschärfung evakuiert worden.
Apotheken informieren
Betroffene Apotheken, die sich innerhalb des Sperrkreises befinden, informieren ihre Kundschaft per Bandansage. Es heißt: „Liebe Kundinnen und Kunden, aufgrund eines Bombenfundes bleibt die Apotheke für die Dauer der Evakuierung geschlossen. Danach sind wir sofort wieder für Sie da.“ Außerdem bekommen die Anrufenden Hinweise auf geöffnete Apotheken, die nicht von der Evakuierung betroffen sind.