Amphetamine: Gefälschte Rezepte über Messenger bestellt 23.01.2026 14:02 Uhr
Im niederbayrischen Deggendorf führt die Kriminalpolizei derzeit zusammen mit der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen einen 26-Jährigen aus dem Landkreis. Er soll per Online-Bestellung Amphetamin erworben haben.
Nach dem vollzogenen Durchsuchungsbeschluss wurden vorgestern in seiner Wohnung Rauschgiftutensilien und rezeptpflichtige Medikamente sichergestellt. Der Mann nutzte wohl gefälschte Privatrezepte, diese soll er sich über Messenger-Dienste beschafft haben. Die gefälschten Rezepte habe er in verschiedenen Apotheken vorgelegt – mit Erfolg. Nun muss sich der Täter wegen des Verdachts des Erwerbs von Betäubungsmitteln, möglichen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz sowie wegen Urkundenfälschung verantworten.
Mehrere Fälle in Hessen
Im hessischen Bad Soden sowie in den Städten Schwalbach und Kronberg war am Donnerstag vergangener Woche ein Betrüger unterwegs, der mehrfach gefälschte Rezepte vorlegte. Gegen 15.30 Uhr betrat er eine Apotheke in Bad Soden, legte das Rezept vor und bekam das Arzneimittel auch. Beim Verlassen der Apotheke konnte er aber noch von einer Mitarbeiterin eingeholt und auf die Fälschung angesprochen werden.
Als die Polizei gerufen wurde, händigte der Täter das Medikament wieder aus und flüchtete. Gegen 16 Uhr betrat ein Mann eine Apotheke in Schwalbach. Hier fiel die Rezeptfälschung direkt auf, der Betrüger ging ohne Beute. In Kronberg tauchte dann etwa 16.25 Uhr wieder ein Mann mit gefälschtem Rezept auf. Er flüchtete, als der Betrugsversuch festgestellt worden war. Beschrieben wird er als Mann mit „osteuropäischem“ Erscheinungsbild im Alter zwischen 30 bis 45 Jahren. Er sei etwa 1,90 Meter groß gewesen und eine dunkle Jacke getragen und kurze Haare gehabt haben. Auffällig sei die tiefe Stimme gewesen. Ob es sich immer um den gleichen Täter handelte, ermittelt die Polizei derzeit. Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
Hochpreiser ergaunert
Ebenfalls an diesem Tag versuchte eine Unbekannte in mindestens zwei Apotheken in Kaiserslautern, ein gefälschtes Rezept einzulösen. In einem Fall sei sie tatsächlich an den gewünschten Hochpreiser gekommen. Die Fälschung fiel erst auf, als die Unbekannte die Apotheke bereits verlassen hatte. In einer anderen Apotheke hatte sie keinen Erfolg: Hier erkannte eine Mitarbeiterin erkannte das gefälschte Kassenrezept.
Die Polizei ermittelt nun und bittet die Bevölkerung um Hinweise: „Wer hat die Frau gesehen oder kann Angaben zu ihrer Identität machen?“ Die Frau sei circa 1,70 Meter groß und etwa 20 bis 25 Jahre alt. Sie habe einen gebräunten Teint sowie schwarze, mindestens schulterlange, wellige Haare gehabt und trug eine schwarze Jacke.