Altenpflege

Mordverdacht im Seniorenheim – Pfleger gesteht dpa, 06.03.2017 12:56 Uhr

Nach dem Tod einer 85-jährigen Heimbewohnerin standen drei mögliche Täter unter Mordverdacht, ein Pfleger hat nun gestanden. Foto: Bernhard Friesacher/pixelio.de
Frankenthal - 

Ein Altenpfleger aus Rheinland-Pfalz hat zugegeben, eine 85-jährige Heimbewohnerin mit einem Kissen getötet zu haben. Der 23 Jahre alte Verdächtige bestätigte im Zuge der Ermittlungen, dass er die Frau aus einem Altenpflegeheim in Lambrecht westlich von Ludwigshafen erstickt habe, wie die Staatsanwaltschaft Frankenthal auf Nachfrage erklärte. Diese Information sei den Ermittlern allerdings schon länger bekannt gewesen, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Hubert Ströber. Zuvor hatte die Bild-Zeitung über das Geständnis berichtet.

Neben dem Mann sitzen zwei weitere Verdächtige, eine 26 Jahre alte Frau und ein 47-Jähriger, in Untersuchungshaft. Von ihnen liegt bislang kein Geständnis vor. Der mutmaßliche Täter habe vor seinem Geständnis zunächst einen anderen Menschen der Misshandlung von Schutzbefohlenen in dem Altenheim bezichtigt, sagte Ströber.

Erst durch diese Anschuldigung ergaben sich weitere konkrete Hinweise auf den mutmaßlichen Mord in der Pfalz. Die Staatsanwaltschaft prüft zudem alle weiteren Todesfälle, die sich in dem Heim zwischen Dezember 2015 und September 2016 ereignet haben.