Alte Chemikalien gefunden – Einsatz dauerte 7 Stunden 22.06.2026 09:29 Uhr
Weil in einer Apotheke alte Chemikalien gefunden wurden, sind im bayrischen Memmingen am Freitag Spezialkräfte angerückt. Die Polizei sperrte den Bereich in der Innenstadt vorsichtshalber ab. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, versicherten die Beamten.
Weil Unklarheit herrschte, um welche Chemikalien es sich bei dem Fund handelte, wurden Spezialkräfte des Landeskriminalamts (LKA) hinzugezogen. Welche Substanzen es genau waren, wollte die Polizei nicht sagen. Wie die Lokalpresse berichtet, ging es um zwei kleine Flaschen mit alten Chemikalien, die im Keller einer Apotheke gefunden und als möglicherweise explosiv eingeschätzt wurden.
Die Behältnisse seien ohne Zwischenfälle geborgen und anschließend vernichtet worden, hieß es von der Polizei. Den lokalen Medien zufolge seien die Chemikalien zu einer Kiesgrube außerhalb der Stadt gebracht und dort kontrolliert gesprengt worden.
Die Einsatzmaßnahmen liefen von etwa 10:30 Uhr bis 17:15 Uhr. An dem Großeinsatz waren neben der Polizei und dem LKA auch die Freiwillige Feuerwehr sowie Sicherheitsbehörden der Stadt Memmingen beteiligt.
Auch im brandenburgischen Briesen (Landkreis Oder-Spree) sorgte eine Chemikalie aus einer Apotheke für einen Feuerwehreinsatz. In einer Apotheke sei Pikrinsäure kristallisiert, so ein Sprecher der Feuerwehr, was zum Einsatz führte. In dieser Form sei der Stoff hochexplosiv. Da es sich jedoch um nur 40 Gramm handelte, konnte die Apotheke die Kristalle selbst entsorgen. Selbst über die Warn-App Nina wurde entsprechend informiert; Fenster und Türen sollten vorsorglich geschlossen bleiben. Nach kurzer Zeit wurde die Warnung zurückgenommen.