Shervin Korangy ersetzt Helen Giza

Wechsel bei Fresenius Medical Care 08.10.2026 11:11 Uhr

Bad Homburg - 

Wechsel an der Spitze des Dialysekonzerns Fresenius Medical Care (FMC) in Bad Homburg: Vorstandschefin Helen Giza scheidet in Kürze aus dem Unternehmen aus, ihr nachfolgen wird zum 12. Oktober Shervin Korangy, wie FMC mitteilte. Der 51-Jährige sei von Aufsichtsrat einstimmig bestellt worden.

Genaue Gründe für die Personalie nannte das Unternehmen nicht. Die 58 Jahre alte Giza hatte FMC seit vier Jahren geleitet, davor war sie den Angaben zufolge drei Jahre lang Finanzvorständin. Ihr Nachfolger Korangy sitzt seit 2023 im Aufsichtsrat von Fresenius Medical Care, das Mandat hat er nun niedergelegt. Zuletzt war er Chef von BVI Medical, einem US-Hersteller von chirurgischen Produkten. Die im Dax notierte Aktie schloss am Mittwoch fast sieben Prozent im Minus.

Der FMC-Aufsichtsratsvorsitzende Michael Sen sagte nach einer Mitteilung, die Ziele der Transformation der vergangenen Jahre seien weitgehend erfüllt. „In der nächsten Wachstumsphase wird das Unternehmen von einem anderen Führungsprofil profitieren.“

„Der Aufsichtsrat dankt Helen Giza für ihre Führung und ihren Einsatz in den vergangenen sieben Jahren. Unter ihrer Leitung hat das Unternehmen zentrale operative und finanzielle Aufgaben erfolgreich bewältigt und ist effizienter, profitabler und resilienter geworden“, so Sen weiter.

Shervin sei die ideale Wahl, um den Hersteller in die Zukunft zu führen. „Durch die enge Zusammenarbeit mit ihm während seiner Zeit im Aufsichtsrat haben wir seinen strategischen Weitblick, sein Urteilsvermögen und seine Entschlossenheit unmittelbar erlebt. Er verbindet umfassende Führungserfahrung und eine externe Perspektive mit einem tiefen Verständnis von FMC. Mit seiner umfassenden Führungserfahrung im Gesundheitswesen sowie seiner Expertise in operativer Transformation und Kapitalallokation wird er langfristig profitables Wachstum und nachhaltige Wertschaffung für FMC vorantreiben.“

Seit mehr als drei Jahren treibt FMC ein Spar- und Umbauprogramm voran. Bis 2027 sollen Stellenabbau, Klinikschließungen und Teilverkäufe Einsparungen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro bringen. FMC hat nach eigenen Angaben fast 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.