Aklamio

Versandapotheke empfehlen, Geld verdienen APOTHEKE ADHOC, 09.11.2017 12:15 Uhr

Berlin - 

Empfehlungen von Freunden sind die beste Werbung – das ist das Credo der Plattform Aklamio. Was bei Kleidern, Versicherungen und Beautyprodukten funktioniert, soll auch die Verkäufe von Versandapotheken fördern. Als Belohnung erhalten die Empfehler einen Teil des Einkaufswertes als Prämie.

Auf Aklamio sind sieben Versandapotheken gelistet: Shop-Apotheke, Versandapo.de, Medpex, Apo-Discounter, Sanicare, Zur Rose und Apotal. Die Mitglieder auf dem Portal können die Versender per E-Mail, Facebook, Twitter, Google Plus oder mittels eines Links an ihre Freunde weiterempfehlen. Klicken diese auf die Empfehlung und kaufen etwas in der Versandapotheke, erhält der Empfehler eine Prämie. Verschreibungspflichtige Produkte sind in der Regel von der Aktion ausgeschlossen.

Die Prämie ist meist ein prozentualer Anteil des Bestellwertes. Spitzenreiter ist Versandapo.de: Wird ein Neukunde geworben, erhält der Empfehler 15 Prozent des Einkaufwertes. Bei Sanicare gibt es für die Bestellung eines Neukunden bis zu 12 Prozent, bei Zur Rose 10 Prozent. Bei Apotal gibt es pro geworbenem Neukunden 2,50 Euro für den Empfehler.

Auch für Bestandskunden, die durch die Empfehlung ihres Freundes zur Versandapotheke zurückkehren und etwas bestellen, wird das Aklamio-Mitglied belohnt. 8 Prozent des Bestellwertes gibt es bei Zur Rose, bis zu 5 Prozent bei Sanicare. Für eine Empfehlung von Medpex erhalten Aklamio-Mitglieder pauschal 8 Prozent des Einkaufwertes. Die Prämien kann das Aklamio-Mitglied behalten, teilen oder verschenken. Die Auszahlung kann allerdings bis zu drei Monate dauern.

Auch bei anderen Cashback-Portalen sind die Versandapotheken aktiv. Auf Shoop offerieren Versandapotheken auf ihre Discountpreise nochmals einen kräftigen Preisnachlass. Für Kunden, die über das Cashback-Portal eine Bestellung aufgeben, erhält Shoop von den Versandapotheken und den anderen rund 2000 angeschlossenen Geschäften eine Provision. Diese gibt Shoop teilweise an seine 600.000 registrierten Kunden weiter. Wie hoch die Shoop-Marge ist, wird selbstverständlich nicht verraten. Aber nach eigenen Angaben ist Shoop.de das größte Cashback-Portal am Markt.

Cashback ist dabei wörtlich zu nehmen: Die Kunden erhalten den angepriesenen Rabatt tatsächlich in die Tasche, entweder als Auszahlung aufs Paypal-Konto, über die Internetwährung Bitcoin, als Meilengutschrift bei Airberlin oder als Gutschein. Dieser kann nach Angaben einer Shoop-Sprecherin beim nächsten Online-Einkauf bei Amazon, bei Kaufhof oder Media Markt eingesetzt werden.

Das Geschäft mit Versandapotheken ist für Shoop aber nur ein Randaspekt. Der Hauptumsatz wird mit Elektronik, Kleidung und anderen Massenprodukten erzielt, so eine Sprecherin: „Über Shoop.de vermittelte Bestellungen bei Online-Apotheken haben in 2016 2 Prozent der gesamten Bestellungen ausgemacht“. Es gab aber immerhin einen Zuwachs von 58 Prozent zum Vorjahr bei der Anzahl der vermittelter Bestellungen für Online-Apotheken. Durchschnittlich kauften die registrierten Shoop-Kunden im vergangenen Jahr fünf Mal bei Online-Apotheken ein. Der durchschnittliche Warenkorb betrug dabei 90 Euro.