Stada: Pembrolizumab aus China 28.09.2026 11:36 Uhr
Stada sichert sich den Zugang zu weiteren Biosimilars bei der chinesischen Pharmagruppe SBP. Die auf innovative Arzneimittel spezialisierte Tochtergesellschaft CTTQ soll neue Moleküle entwickeln, herstellen und liefern, für die Stada die Zulassungen hält und über exklusive Vertriebs- und Vermarktungsrechte in Europa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) verfügt. Darüber hinaus erhält der Generikakonzern Optionen für die USA und die Mitgliedstaaten des Golf-Kooperationsrats (GCC).
Teil der Zusammenarbeit, die konkrete Meilenstein- und Gewinnbeteiligungsvereinbarungen enthält, ist mit dem Kandidaten TQB3570 ein geplantes Pembrolizumab-Biosimilar. Mit dem Originalprodukt Keytruda erzielte Merck 2025 weltweit einen Umsatz von mehr als 30 Milliarden US-Dollar in einer breiten Palette onkologischer Indikationen. Ziel ist es, die Marktzulassungen in den wichtigen Märkten bereits vor der Entstehung eines Biosimilar-Marktes in Schlüsselregionen zu sichern.
Außerdem umfasst der Deal bis zu drei weitere Moleküle. Das Unternehmen verfügt bereits über acht in China zugelassene Biosimilars, weitere befinden sich in der Entwicklung. Die aktuelle Produktionskapazität beträgt 126.000 Liter, von denen 40.000 Liter gerade installiert werden.
„Die Partnerschaft mit der SBP-Gruppe und CTTQ bei Pembrolizumab und weiteren Wirkstoffen beschleunigt das Wachstum von Stada im Bereich der Biosimilars“, so CEO Peter Goldschmidt. „In fast zwei Jahrzehnten haben wir durch eine Strategie als bevorzugter Partner ein starkes Biosimilars-Geschäft mit elf zugelassenen Biosimilars in verschiedenen Therapiebereichen aufgebaut. Die neue Vereinbarung beschleunigt diesen Wachstumskurs weiter. Die starken internationalen Partnerschaften und zahlreichen Produkteinführungen, die die SBP Group und CTTQ bereits in verschiedenen Therapiegebieten erzielt haben, werden unser gemeinsames Bestreben unterstützen, den Zugang für Patienten durch mehr Wettbewerb zu erweitern – nicht zuletzt zum weltweit meistverkauften Biologikum.“
„Unsere jüngsten Auslizenzierungsvereinbarungen spiegeln die wachsende Anerkennung unserer Innovationsfähigkeit wider. Die Zusammenarbeit mit Stada baut auf dieser Dynamik auf und bringt unser Know-how in der Entwicklung, Herstellung und Qualitätssicherung von biologischen Arzneimitteln auf eine noch breitere internationale Bühne“, sagte Eric Tse, CEO der SBP Group. „Mit ihrer seit Langem etablierten kommerziellen Infrastruktur, ihrem tiefgreifenden Marktverständnis und ihrer starken Präsenz in Europa, Eurasien und dem Nahen Osten ist STADA der ideale Partner, um das Potenzial unserer Biosimilar-Kandidaten in den Bereichen Onkologie und Immunologie voll auszuschöpfen. Gemeinsam treiben wir unsere Globalisierungsstrategie voran und legen den Grundstein für einen breiteren Zugang der Patienten zu hochwertigen biologischen Arzneimitteln.“
Bryan Kim, Chief Commercial Officer von STADA, erklärte: „Unsere gründliche Analyse der globalen Märkte und potenziellen Partner hat CTTQ als idealen langfristigen Partner identifiziert. Das Unternehmen verfügt über beeindruckende Forschungs- und Entwicklungskapazitäten, die vollständig in ein dediziertes Produktionsnetzwerk integriert sind. Es zeichnet sich durch eine starke Bilanz bei der Einhaltung regulatorischer Vorschriften und eine beträchtliche Produktionskapazität für Biologika im kommerziellen Maßstab aus. In Kombination mit Stadas kommerzieller Reichweite und den Kompetenzen in den Bereichen Ausschreibungen und Marktzugang sowie unserer medizinischen Expertise sowie unserer fast 20-jährigen Biosimilars-Erfahrung und unserer führenden Positionen mit verschiedenen Wirkstoffen in Europa schafft diese Partnerschaft beste Voraussetzungen, um in künftigen Biosimilars-Märkten erfolgreich zu bestehen.“