Spritpreise: Phagro fordert Reform der Vergütung 14.10.2026 13:42 Uhr
Auch wenn der neue Tankrabatt gilt, hilft das den Autofahrer:innen nur bedingt. Noch immer sind die Spritpreise hoch; das merkt auch der Pharmagroßhandel. Laut dem Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (Phagro) drohen der Branche nach wie vor Mehrkosten in Höhe von 28 Millionen Euro in diesem Jahr.
Die aktuellen Berechnungen des Phagro überschreiten noch die Prognose aus dem Sommer von 19 Millionen Euro Mehrkosten bis zum Jahresende, denn seitdem sind die Dieselpreise weit stärker gestiegen als prognostiziert. Die Phagro-Geschäftsführer Michael Dammann und Thomas Porstner fordern daher, dass die Politik auf die gestiegenen Kosten mit einer Reform der Großhandelsvergütung reagieren muss.
Versorgt werde derzeit flächendeckend, auch dort, wo sich einzelne Touren eigentlich nicht mehr lohnen. Dies werde zunehmend sogar zum Minusgeschäft. Bezugspunkt für die Berechnung seien die Spritpreise von vor dem 28. Februar gewesen, dem Beginn des Irankriegs. Der Tankrabatt reduziere die Kosten nur um 4,5 Millionen Euro, womit noch 23,5 Millionen Euro Zusatzbelastung beim Großhandel hängen blieben.
„Deshalb fordern wir eine Erhöhung des Festzuschlags, die den Namen verdient. Mindestens 30 Cent pro Packung müssten es sein, um wieder kostendeckend arbeiten zu können“, so Thomas Porstner und Michael Dammann.