Bonbonhersteller

Soldan frischt Em-eukal auf Carolin Ciulli, 12.10.2018 15:02 Uhr

München - 

Der Bonbonhersteller Dr. C. Soldan hat auf der Expopharm neue Produkte aus der Em-eukal-Familie präsentiert. Das Familienunternehmen bietet erstmals „Frische Pastillen“ an. Der fränkische Hersteller will zudem Produkte anderer Hersteller in den Apotheken vertreiben.

Die neuen zuckerfreien Pastillen kommen in einer Metallbox in drei Geschmacksrichtungen: Waldbeere, blauer Eukalyptus und starke Minze. Die Produkte enthalten laut Firmenangaben naturreines, ätherisches Öl und bieten anhaltende Frische. Auch die Em-eukal-Fahne ist angebracht – als Versiegelung an der Seite.

Firmenchef Perry Soldan will künftig nicht mehr alleine auf Bonbons setzen. „Die Kategorie Bonbons wird in Apotheken nicht wachsen“, so Soldan. Neu im Sortiment ist das seit Anfang Oktober erhältliche Multivitaminprodukt Bärengarten, das das Immunsystem stärken soll. Zudem soll das internationale Geschäft gestärkt werden. Derzeit liegt der Exportanteil bei 4 Prozent. Wichtigster Markt ist Österreich vor Südkorea.

Insgesamt lag der Umsatz bei rund 75 Millionen Euro. Fokus in Europa ist der Fachhandel. „Innerhalb der EU können und wollen wir uns nicht als Unbekannte im Mass Market positionieren“, so Soldan. Anvisierte Ländern sind Finnland, Dänemark, Norwegen sowie Osteuropa. Derzeit würden regionale Vertriebspartner gesucht.

Angesichts rückläufiger Apothekenzahlen will Soldan mit seiner 20-köpfigen Außendiensttruppe künftig auch firmenfremde Marken in den Apotheken präsentieren. Das Familienunternehmen sucht deshalb nach Partnern, um deren Produkte hierzulande in der Offizin zu vertreiben. Bislang liefen Gespräche, noch gibt es keine konkreten Kooperationen. Ein Grund für die neuen Vertriebspläne sei der stagnierende Markt.

In Apotheken ist der Absatz mit Hustenbonbons laut Nielsen zuletzt zurückgegangen. Marktführer ist Soldan mit einem Anteil von 33 Prozent. Dahinter rangiert Ricola mit 22 Prozent. Der Vertrieb der schweizerischen Kräuterbonbons wird ab 2019 von Klosterfrau an Queisser übergeben; die Marke entwickelte sich zuletzt rückläufig. Auf Platz 3 liegt Dallmann`s mit 12 Prozent. Von den Salbeibonbons wurden ebenfalls weniger Packungen verkauft.

Dahinter rangieren Pectoral (6 Prozent) und Wick (3 Prozent). Die Hustenbonbons, die von Dallmann vertrieben werden, sind mit einem Rückgang von 12 Prozent die größten Verlierer in der Top-5. Umsatzbezogen ging der Markt für Hustenbonbons im Lebensmitteleinzelhandel, Drogerien und der Apotheke leicht zurück. Marktführer ist Ricola, dahinter rangieren die Eigenmarken der Händler, Soldan, CFP Brands, Vivil und Wick.