„Goldenes Jahrzehnt voraus“

Sandoz eröffnet Biosimilar-Zentrum 17.06.2026 11:20 Uhr

Berlin - 

Anders als andere Generikahersteller setzt Sandoz beim Thema Biosimilars weniger auf Einlizenzierungen, sondern auf eigene Produkte. Der Konzern eröffnet daher für diesen Bereich ein neues Entwicklungszentrum in Ljubljana. Die vollständig digital integrierte Anlage in der slowenischen Hauptstadt stellt eine bedeutende Erweiterung der internen Entwicklungskapazitäten von Sandoz dar: Als größter Standort für Biosimilars soll das Zentrum es dem Konzern ermöglichen, ein möglichst großes Stück vom Kuchen abzubekommen – denn in den kommenden zehn Jahren werden Biologika mit einem Umsatz von rund 320 Milliarden Dollar patentfrei.

„20 Jahre nach der Einführung des weltweit ersten Biosimilars sind wir stolz auf die Pionierrolle, die Sandoz bei der Verbesserung des Patientenzugangs zu Therapien für komplexe Erkrankungen gespielt hat“, so Verwaltungsratspräsident Gilbert Ghostine. Mit der Eröffnung des neuen Entwicklungszentrums investiere man in die Zukunft.

Die vollständig digital integrierte, 99 Millionen US-Dollar teure Einrichtung erstreckt sich über rund 10.000 Quadratmeter und beschäftigt mehr als 200 Wissenschaftler:innen. Sie unterstützt die gesamte Wirkstoff- und Arzneimittelentwicklung mithilfe fortschrittlicher Analytik und Datenwissenschaft. Das neue Zentrum ist vollständig in das Entwicklungsnetzwerk integriert, zu dem auch die bioanalytischen und Bioassay-Labore in Holzkirchen und die Geräteentwicklung in Cambridge gehören.

„Dieses neue, hochmoderne Biosimilar-Entwicklungszentrum in Ljubljana ist ein bedeutender Fortschritt für unsere internen Biosimilar-Entwicklungskapazitäten und bildet nun eine zentrale Säule unseres internen Biosimilar-Entwicklungs- und Produktionsnetzwerks“, so CEO Richard Saynor. „Es wird unsere führende Biosimilar-Pipeline beschleunigen und zusammen mit unseren Investitionen in die Produktion, dazu beitragen, Biosimilars effizient in die Produktion zu überführen.“ Er sprach von einem „goldenen Jahrzehnt“ im Bereich der Biologika.

Das neu eröffnete Zentrum ist das erste von drei großen Investitionsprojekten und Teil der Gesamtinvestitionen von Sandoz in Höhe von über 1,1 Milliarden Dollar in Slowenien. Damit entsteht ein durchgängiges, internes Biosimilar-Entwicklungs- und Produktionszentrum in Europa.

Es ergänzt die neuen Anlagen in Lendava für die Wirkstoffproduktion und in Brnik für die sterile Produktion und Verpackung sowie die kürzlich erfolgte Übernahme eines neuen Biosimilar-Standorts in Toulouse, Frankreich.

Sandoz hat 13 Biosimilars auf dem Markt und bis zu 32 weitere in der Entwicklung, die wichtige Therapiegebiete wie Onkologie, Immunologie, Neurologie, Ophthalmologie und Endokrinologie abdecken.