Rossmann schickt Versender-Aktien auf Talfahrt 23.01.2026 14:56 Uhr
Wettbewerbssorgen haben die Aktien von Redcare und DocMorris am Freitag nach ihrem Stabilisierungsversuch am Vortag belastet. Sie gingen nach der Ankündigung der Drogeriekette Rossmann, ebenfalls eine Versandapotheke zu gründen, auf Talfahrt in Richtung des Dreijahrestiefs.
Die Aktien von Redcare büßten zeitweise knapp 3 Prozent ein auf 58,40 Euro, für DocMorris ging es sogar um bis zu 7 Prozent bergab auf 6,30 Euro. Der bisher niedrigste Stand seit Jahren stammt mit 55,80 Euro beziehungsweise 5,90 Euro vom Mittwoch.
Die Sorgen vor neuem Wettbewerb reißen nach dem Markteintritt der Drogeriekette dm nicht ab. Am Freitag wirkt es nun nach, dass der Konkurrent Rossmann nun auch den Aufbau einer eigenen Versandapotheke bestätigt hat. Dies hatte beide Aktien im späten Donnerstagshandel schon erste Erholungsgewinne gekostet.
„Wir beschäftigen uns so intensiv damit, dass ich Ihnen sagen kann: Die Online-Apotheke wird kommen“, kündigte der Geschäftsführungssprecher Raoul Roßmann an. Das Apothekenangebot soll demnach aus den Niederlanden heraus gesteuert werden – dem Land, in dem auch Redcare seinen Hauptsitz hat. Zu Zeitpunkt, Umfang und konkreter Ausgestaltung hatte sich Rossmann am Donnerstag aber zunächst nicht weiter geäußert.