Wachstumstreiber Medikamente

Onlinehandel: Umsatzrekord mit Arzneimitteln 13.04.2026 12:31 Uhr

Berlin - 

Die Verkäufe über das Internet werden weiterhin mehr. Auch in den ersten drei Monaten des Jahres wurde bei Online-Umsätzen ein Plus registriert, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) mitteilt. Seit Einführung des E-Rezepts hat es das stärkste Umsatzwachstum gegeben.

Der Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs und andere unaufschiebbare Ausgaben verlagern sich laut bevh strukturell weiter in den Onlinehandel. Der Handel mit Arzneimitteln legte demnach um knapp 10 Prozent zu, auch Drogerieartikel und Kosmetik (plus 10 Prozent) sowie Lebensmittel (plus 12 Prozent) wurden stärker über das Internet bezogen.

Versandapotheken konnten demnach das kräftigste Umsatzwachstum mit Medikamenten seit Einführung des E-Rezepts verbuchen. „Versandapotheken werden zur Infrastruktur eines digitalen Gesundheitswesens mit eigenen Gesundheitsdienstleistungen und neuen Wegen für eine effizientere medizinische Versorgung. Das bringt die Anbieter in eine einzigartige Wachstumsstellung innerhalb des Onlinehandels“, sagte bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.

Umsätze über Marktplätze wachsen

Weit auseinander ging die Entwicklung der Händler. Onlineshops (Pureplayer), die im Weihnachtsgeschäft noch starke Ergebnisse lieferten, kamen demnach zu Jahresbeginn nur auf ein Plus von 0,6 Prozent. Etwas aufholen konnten hingegen die Onlineverkäufe stationärer Händler (Multichannel), die ein Umsatzplus von knapp 4 Prozent verbuchen. Am stärksten wuchsen auch in diesem Quartal die Umsätze auf Online-Marktplätzen (plus 5 Prozent).

Die Zukunftssorgen der Deutschen und aktuelle globale Krisen haben sich dem Verband zufolge vorerst nicht wesentlich auf den Onlinehandel mit Waren ausgewirkt. Insgesamt sei das Ausgabenwachstum mit knapp 4 Prozent auf rund 20,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal stabil.