Rechenzentrum

Noventi beendet Sanierungsprogramm 10.02.2026 12:39 Uhr

Berlin - 

Im Sommer 2022 rutschte Noventi in eine bedrohliche finanzielle Schieflage, drei Jahre lang kreiste beim Rechenzentrum der Rotstift. Jetzt wurde das Sanierungsprogramm offiziell abgeschlossen.

Noventi verkündet offiziell das Ende der Sanierung und des Unternehmensprogramms „Fokussierung 2025“. Durch konsequentes Handeln bei Struktur und Prozessen habe man den Turnaround geschafft, so das Unternehmen. Dazu zählten die Straffung des Produktportfolios, der gezielte Verkauf von Beteiligungen, die Schließung von Standorten, die konsequente Nutzung von Synergien innerhalb der Gruppe sowie Kostensenkungs- und Personalmaßnahmen. Dadurch habe man das operative Ergebnis im positiven Bereich stabilisieren können – eine maßgebliche Bedingung für das erfolgreiche Ende der offiziellen Sanierung.

So habe man die Konsortialkreditvereinbarung mit dem Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) gesichert. Auch das unterstreiche den vollen Rückhalt und das langfristige Vertrauen in das Unternehmen. Details dazu nannte Noventi nicht.

„Nach drei Jahren konsequenter Erneuerung und Sanierung blicken wir heute stolz auf eine solide Finanzstruktur. Wir haben unser Versprechen gehalten und erfolgreich die ‚Fokussierung 2025‘ abgeschlossen“, so Finanzvorstand Frank Steimel. „Besonders möchte ich allen unseren Refinanzierungspartnern für ihre Begleitung in den vergangenen drei Jahren danken. Wir freuen uns, dass wir auch nach dieser Phase mit ihnen zusammenarbeiten werden – ein starkes Signal, denn mit ihnen haben wir unseren erfolgreichen Turnaround geschafft und werden diese Entwicklung auch in der Zukunft fortführen.“

Umbau noch nicht abgeschlossen

„Noventi hat seine Stärke zurückgewonnen“, versichert auch CEO Mark Böhm. „Dieser Erfolg ist nicht das Werk Einzelner, sondern das Verdienst aller: Herzlichen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kundinnen und Kunden, Verbände sowie an unseren Eigentümer – den FSA – für ihr Engagement, ihre Loyalität und ihre Willenskraft. Nur mit diesem Zusammenhalt konnten wir gemeinsam Hindernisse überwinden und das Vertrauen zurückgewinnen.“

Jetzt heiße es aber, nach vorne zu blicken, so Böhm weiter. „Dafür investieren wir zielgerichtet und stets mit Kundenfokus. Sowohl in unsere Produkte als auch in Noventi.” Denn gänzlich abgeschlossen ist der Umbau noch nicht: „In den kommenden Jahren wird Noventi weiter restrukturieren und investieren – allen voran in die Stabilisierung und Modernisierung der IT-Strukturen und IT-Entwicklung.“ Das soll für die Kundinnen und Kunden bis 2030 spürbare Verbesserungen in allen Produkten schaffen – sowohl in der Abrechnung als auch in den IT-Systemen für Apotheken und Gesundheitsfachberufe. „Ziel ist es, nach der Abrechnung auch im Bereich Warenwirtschaft sowie Branchensoftware Qualitätsführer zu werden.“

„Noventi steht heute wieder auf einer belastbaren und verlässlichen Basis“, so Aufsichtsratschef Holger Wessling. „Alle Mitarbeitenden, der Vorstand sowie das Führungsteam haben die notwendigen Veränderungen mit herausragendem Einsatz umgesetzt und so den Weg zu einem profitablen und zukunftsfähigen Unternehmen geebnet.“

Andreas Buck, 1. Vorsitzender des Eigentümervereins FSA und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, bezeichnete die vergangenen drei Jahre der Sanierung als einen Kraftakt, den man gemeinsam gestemmt habe. „Als FSA-Vorsitzender bin ich stolz, dass wir auch in herausfordernden Zeiten geschlossen hinter unserem apothekereigenen Unternehmen stehen und nun gemeinsam die Zukunft gestalten können. Das ist das Fundament für Noventis Weg zur Qualitätsführerschaft.“