OTC-Hersteller

Neue Chefin für Mucos APOTHEKE ADHOC, 17.10.2016 15:19 Uhr

Berlin - 

Beim Wobenzym-Hersteller Mucos gibt es wieder Veränderungen: Vertriebsleiter Arno Willmerroth ist nicht mehr im Unternehmen, dafür gibt es mit Nadja Holland eine neue Geschäftsführerin. Das berichtet PHARMA ADHOC.

Bei Mucos hatte es zuletzt mehrere Wechsel gegeben: Ende 2014 hängten Geschäftsführerin Dr. Karin Rüttgers und Vertriebsleiter Lars Jentsch ihren Job an den Nagel. Vor einem Jahr wechselte Marketingleiter Moritz Monschau zum südafrikanischen Generikahersteller Aspen.

Seit Sommer ist auch Willmerroth weg. Er hatte als Nachfolger von Jentsch knapp zwei Jahre lang für die Tochterfirma des kanadischen Herstellers Atrium gearbeitet. Er kam von Krewel Meusselbach, wo er seit 1988 im Vertrieb gearbeitet hatte. Ihn zog es jetzt zurück in die nordrhein-westfälische Heimat: Er hat die Vertriebsleitung für Orthim übernommen.

Nach dem Ausscheiden von Rüttgers war der Posten des Deutschlandchefs zunächst vakant geblieben, einstweilen hatte Europachef Johannes Schraa die Verantwortung übernommen. Bei Atrium hatte man darüber nachgedacht, zumindest Teile der Europazentrale von den Niederlanden nach Deutschland zu verlegen.

Mit Holland ist der Chefsessel in Oberhaching bei München wieder neu besetzt. Die Betriebswirtin hatte von 1997 bis 2006 im Marketing von Pfizer gearbeitet, danach war sie für das OTC-Geschäft von McNeil beziehungsweise Johnson & Johnson in Skandinavien verantwortlich. Zuletzt leitete sie das Marketing für die Kategorien Oral Care und Wound Care in der gesamten Vertriebsregion Europa.

Insgesamt arbeiten bei Mucos in Oberhaching rund 20 Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich, der Zulassung sowie in Marketing und Vertrieb. Produziert wird am Standort in Berlin. 80 Prozent des Umsatzes in Deutschland von zuletzt knapp 20 Millionen Euro entfallen auf Wobenzym, kleinere Produkte sind Wobemucos und Phlogenzym. Außerdem macht Mucos rund 30 Millionen Euro in Osteuropa und einen kleineren Millionenbetrag in den USA.

Im Februar 2014 war der kanadische Mutterkonzern vom Finanzinvestor Permira von der Börse genommen worden. 1949 gegründet, war Mucos 2005 in einen Investorenstreit geraten und 2007 durch den kanadischen Hersteller Atrium Innovations übernommen worden. Danach wurde das Hauptprodukt Wobenzym überarbeitet und seitdem massiv beworben. Allerdings ist das hochpreisige Enzympräparat vor allem im Versandhandel erfolgreich, wo schätzungsweise 20 bis 30 Prozent des Geschäfts gemacht werden.