Neue Heimat für 1000 Mitarbeiter

Neubau eröffnet: Roche investiert in Bayern 13.02.2026 13:16 Uhr

Penzberg - 

Der Pharmakonzern Roche hat gestern in Penzberg sein neues Diagnostik-Innovationszentrum eröffnet. Rund 300 Millionen hat das Unternehmen in den 23.000 Quadratmeter großen Neubau investiert, wie es mitteilt. Dort sollen rund 1000 der insgesamt 7700 Mitarbeiter am Standort eine neue Heimat finden. Zur Eröffnung war auch Polit-Prominenz vor Ort.

„Unsere Investition in Penzberg ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland“, sagt der Chef der Roche-Gruppe, Thomas Schinecker. „Indem wir Forschungsideen schneller in die Marktreife überführen, stärken wir gezielt die Wettbewerbsfähigkeit Europas und leisten einen wichtigen Beitrag zur resilienten Gesundheitsversorgung in einem zunehmend volatilen globalen Umfeld.“

In dem neuen Zentrum will Roche an In-vitro-Diagnostika für mehrere Bereiche arbeiten, Beispielsweise für Alzheimer und Multiple Sklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionskrankheiten sowie an spezifischen Testverfahren für die personalisierte Medizin.

Herzstück des Gebäudes ist laut Roche der vollautomatisierte „Cube“, ein zentrales Probenlager, in dem 2,5 Millionen biologische Proben bei minus 80 Grad Celsius gelagert werden. Sie bilden demnach die Grundlage für die Entwicklung neuer Tests, die Optimierung bestehender Verfahren und sorgen dafür, dass Diagnosen zuverlässig, schnell und reproduzierbar sind.

Politisch besetzte Eröffnungsfeier

Bei der Einweihung waren zudem mit dabei: Ministerpräsident Markus Söder, Alexander Dobrindt (Bundesminister des Innern) und Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt). Roche gehe mit dem „Invest in Vorleistung und erwartet, dass die Bundesregierung die richtigen Maßnahmen trifft, um das Ziel ihres Koalitionsvertrags zu erreichen, Deutschland zu einem führenden Pharma- und Biotechstandort zu machen“, so Schinecker weiter. Es brauche Planungssicherheit, effiziente Genehmigungsprozesse, einen schnellen Marktzugang und eine angemessene Vergütung medizinischer Innovationen.

„Das neue Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg steht für den Sprung in die Zukunft der Diagnostik: Forschung, Fortschritt und Verantwortung aus Deutschland für Patienten weltweit. Diagnostische Innovation braucht verlässliche Vorgaben, klare Prozesse und koordinierte Rahmenbedingungen – dann stärkt sie Gesundheit, Gesellschaft und die Wettbewerbsfähigkeit Europas“, so Dobrint zum Neubau.

„Mit der Hightech Agenda Deutschland bringt die Bundesregierung Deutschland technologisch auf das nächste Level. Dafür fokussieren wir gezielt auf sechs Schlüsseltechnologien. So stärken wir Deutschland als führenden Innovationsstandort und können als Magnet für Talente und Investitionen wirken. Eine dieser Schlüsseltechnologien ist die Biotechnologie. Sie ermöglicht sowohl moderne Therapeutika als auch innovative Diagnostik. Diagnostik ist der Ausgangspunkt der modernen Medizin. Je genauer die Diagnostik, desto personalisierter die Therapie. Mit dem neuen Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg setzt Roche ein starkes Signal. Es verbindet exzellente Forschung mit Wertschöpfung, stärkt die technologische Souveränität und stellt entscheidende Weichen für den Innovations- und Gesundheitsstandort Deutschland“, ergänzt Bär.