Nahrungsergänzung

Nestlé investiert in Rx-Produkte APOTHEKE ADHOC, 26.02.2013 11:33 Uhr

Spezialnahrung für Nestlé: Der Schweizer Lebensmittelkonzern will den US-Hersteller Pamlab übernehmen. Foto: APOTHEKE ADHOC
Berlin - 

Der weltgrößte Lebensmittelhersteller Nestlé (Buitoni, Nescafé, Herta, S. Pellegrino, Felix) baut sein Angebot im Bereich Nahrungsergänzungsmittel aus. Über das Tochterunternehmen Nestlé Health Science will der schweizerische Konzern das US-Unternehmen Pamlab übernehmen. Die Zustimmung der Behörden steht noch aus.

Zum Portfolio von Pamlab gehören Produkte zur Behandlung bei Depression, Diabetes, Schwangerschaft sowie Wahrnehmungsstörungen. Die Spezialnahrung ist teilweise verschreibungspflichtig und soll nur unter medizinischer Beobachtung eingenommen werden.

Pamlab wurde 1957 in Louisiana als Hersteller von Erkältungspräparaten gegründet. Die heutigen Produkte Metanx, CerefolinNAC, Deplin, NeevoDHA und Lunglaid werden vom Tochterunternehmen Red River Pharma produziert. Um den Vertrieb kümmert sich die ebenfalls zu Pamlab gehörende Firma Pan American Laboratories.

Mit dem Kauf verfolge Nestlé die Strategie, wissenschaftlich-basierte Nahrungsergänzungsmittel für Chroniker anzubieten, so der Chef von Health Science, Luis Cantarell. Nestlé hatte 2011 den Geschäftsbereich „HealthCare Nutrition“ abgespaltet und die Tochterfirma für medizinische Nahrung gegründet.

Seit Jahren baut Nestlé seine Reichweite im diesem Bereich aus. 2010 hatte Nestlé den britischen Spezialhersteller Vitaflo übernommen. 2007 hatten die Schweizer Novartis Medical Nutrition gekauft.