Streit mit Energieversorger

Keine Kündigung: DocMorris kommt glimpflich davon 20.04.2026 12:45 Uhr

Berlin - 

DocMorris hat wieder einmal vor Gericht den Kopf aus der Schlinge ziehen können: Im Streit mit seinem früheren Energielieferanten kommt der Versender glimpflich davon.

Wie das Portal „De Limburger“ berichtet, muss DocMorris laut einem Gerichtsurteil aus Maastricht nur 124.000 statt 1,4 Millionen Euro zahlen. Im Streit ging es um einen Vertrag aus dem Jahr 2020, den der Versender mit dem Energielieferanten Essent geschlossen hatte und der sich nach Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit jeweils um ein Jahr verlängerte. Essent wurde später von Eneco übernommen.

Ende 2021 schrieb DocMorris demnach einen neuen Vertrag für die Stromlieferung aus, kündigte laut Bericht aber offenbar nie die bestehende Vereinbarung. Jedenfalls konnte der Versender seine Behauptung im Prozess nicht beweisen. Laut Gericht gab es daher keine wirksame Kündigung; unerheblich sei in diesem Zusammenhang, dass sich der bisherige Anbieter nicht an der Ausschreibung beteiligt hatte.

Doch mit seiner Schadenersatzforderung kam der Energieversorger auch nicht weit, DocMorris konnte anhand von Rechnungen nachweisen, dass der Energieverbrauch im streitigen Zeitraum um 40 Prozent gesenkt werden konnte. So wurde der geforderte Schadenersatz von mehr als einer Million Euro auf 19.000 Euro reduziert, auch von der Vertragsstrafe von ursprünglich rund 400.000 Euro blieb nur ein Viertel übrig. Ins Summe muss DocMorris laut Bericht nur 124.000 Euro an seinen früheren Lieferanten zahlen.