Apothekenkooperationen

Kein Payback-Cash bei Linda Patrick Hollstein, 12.05.2016 12:14 Uhr

Berlin - 

Kunden können ab Juni mit ihrer Payback-Karte nicht nur Punkte sammeln, sondern auch bezahlen. Die Drogeriekette dm ist erster Partner der neuen Payback-App mit Payment-Funktion. Im Laufe des Jahres kommen weitere Einzelhändler dazu; die Linda-Apotheken sind in der ersten Phase nicht dabei.

Mit der überarbeiteten Smartphone-App können Kunden Punkte sammeln, Vorteilscoupons einlösen und erstmals auch mobil bezahlen. Die App ist ab 31. Mai im Google Play Store und im Apple App Store in der neuen Version verfügbar.

Die Bezahlfunktion wird als erstes bei dm eingeführt. Im Juli stößt die Supermarktkette Real dazu, im August die BP-Tochter Aral. Bis Ende 2016 schließen sich Galeria Kaufhof, Rewe und Alnatura an.

Auch bei den Linda-Apotheken wird ab Juni das Sammeln von Punkten über die App möglich sein. Bei der Payment-Funktion ist die Kooperation in der ersten Phase dagegen nicht dabei. „Aufgrund der vielen verschiedenen Warenwirtschaftssysteme ist die technische Umsetzung zurzeit nicht möglich“, erklärt eine Sprecherin. „Da sich die Linda-Apotheken in einem sehr sensiblen Bereich bewegen, was den Datenschutz angeht, sind außerdem die rechtlichen Risiken sehr hoch und müssen im Vorfeld sehr genau geprüft werden.“

dm-Geschäftsführer Christoph Werner lobt dagegen die „mehrwertschaffenden Funktionen“ der neuen digitalen Kundenkarte. „Wir freuen uns sehr, dass wir als erster Partner exklusiv das mobile Bezahlen anbieten können.“

Die Payment-Lösung basiert technisch auf einem QR-Code, später soll auch das RFID-System NFC genutzt werden. Der Betrag wird per Lastschrift eingezogen; die Bankdaten sind dabei weder für Payback noch für die Einzelhändler zugänglich und werden auch nicht im Handy gespeichert. Die Abwicklung erfolgt über einen zertifizierten Dienstleister, die Sicherheits- und Verschlüsselungsmechanismen sind nach Bankenstandards aufgesetzt.

Die jetzige App, mit der bisher vor allem Coupons aktiviert werden konnten, zählt bereits mehr als 8,5 Millionen Downloads. Der größte Teil der Vorteilscoupons wird schon heute digital verschickt.

„Im Unterschied zur Karte kombinieren wir in diesem neuen Produkt erstmals das Punktesammeln, Coupons und mobiles Payment“, erläutert Payback-Geschäftsführer Dominik Dommick. „Wir sehen die guten Entwicklungschancen dieses Services. Schließlich nutzen mehr als 28 Millionen Menschen das Vorteilsprogramm“, ergänzt Werner. Selbstverständlich kann die bisherige Payback-Karte auch weiterhin genutzt werden. Auch Papier-Coupons bleiben den Kunden erhalten.