Großhandel

Marketingleiterin verlässt Phoenix APOTHEKE ADHOC, 10.08.2016 13:52 Uhr

Berlin - 

Beim Großhändler Phoenix gibt es einen Wechsel im Marketing: Sandra Schimmele hat das Mannheimer Unternehmen verlassen. Sie war seit Anfang 2015 für den Bereich verantwortlich. Ein langjähriger Mitarbeiter soll den Posten zunächst übernehmen.

Michael Klein soll die Marketingleitung für Deutschland übernehmen. Er ist bereits seit mehreren Jahren für den Großhändler tätig und verantwortet derzeit den Bereich Vertriebskoordination. In Mannheim wollte man sich zur Personalie nicht äußern.

Schimmele hat zum 31. Januar gekündigt, wird aber zeitnah aus dem operativen Geschäft ausscheiden. Sie kam im Februar 2015 zu Phoenix. Sie übernahm die Position von Dr. Christian Engel. Seit 2007 war Schimmele für das Tochterunternehmen ADG tätig. Beim Softwareanbieter leitete sie den Bereich Marketing und Vertriebskoordination. Zuvor war sie für verschiedene Möbelhäuser in Leitungspositionen tätig.

Phoenix ist als Großhändler Marktführer mit einem Anteil von etwa 28 Prozent. In der Geschäftsleitung für Deutschland sind Konzernchef Oliver Windholz, Marcus Freitag (Vertrieb), Stefan Pflug (Betrieb) und Helmut Fischer (Finanzen). Hierzulande gibt es in acht Vertriebsregionen 20 Niederlassungen.

In der Vertriebsregion Ost plant der Großhändler in Gotha ein komplett neues Vertriebszentrum. Das alte Gebäude soll weichen. Insgesamt sollen 22 Millionen Euro investiert werden. Mit 10.000 Quadratmetern soll der Neubau im Herbst kommenden Jahres die modernste Niederlassung des Konzerns in Deutschland werden.

Neuerungen gibt es auch beim Angebot für die Industrie. Phoenix will sich bei Herstellern als Partner für klinische Studien, als Dienstleister, der den kompletten Salesbereich übernimmt, sowie als Auftragslogistiker etablieren. Das Konzept heißt „All in one“. In Mannheim entsteht eigens eine eigene Abteilung, die den Kontakt zur Industrie halten soll.

Der Branchenprimus hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz in Deutschland auf 8,5 Milliarden Euro gesteigert. In das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres ist der Großhändler schwach gestartet: Zwischen Februar und April legte der Konzernumsatz in einem nur moderat gewachsenen Gesamtmarkt um 0,7 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zu.