DocMorris: Rx wächst langsamer 20.01.2026 08:22 Uhr
Der Versender DocMorris hat im vergangenen Jahr seinen Gesamtumsatz erhöht. Der schweizerische Konzern erwirtschaftete ein Plus von 11 Prozent. Im wichtigen Markt Deutschland verlangsamte sich Ende des Jahres das Rx-Wachstum im Vergleich zum Vorquartal.
DocMorris erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von rund 1,2 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet rund 1,29 Milliarden Euro). Im mit Abstand wichtigsten Markt Deutschland erhöhte sich der Umsatz im Berichtszeitraum um 12 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Franken. In den übrigen europäischen Märkten setzte der Konzern 63,1 Millionen Euro um und konnte sich aus dem Minus kämpfen.
Im besonders wichtigen Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland verzeichnete der Versender im Gesamtjahr 2025 einen Anstieg um 33 Prozent auf 234,8 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorquartal ergibt sich damit ein Plus von 6 Prozent, nachdem das Wachstum im Vorquartal bei 9 Prozent gelegen hatte. Der OTC-Umsatz legte um 7 Prozent auf 887,9 Millionen Franken zu.
Die Anzahl aktiver Kundinnen und Kunden lag dem Unternehmen zufolge im vergangenen Jahr bei 11 Millionen, trotz Verlust ehemaliger Zur Rose Deutschland Kunden. Die Marke wurde in Deutschland Ende 2024 eingestellt. Der Bereich Digital Services, wozu die Telemedizin-Tochter TeleClinic gehört, verzeichnete ein Plus von 110 Prozent im Gesamtjahr auf 24,9 Millionen Franken. Damit werde die strategische Bedeutung im Deutschland-Geschäft unterstrichen.
CEO: Robustes Wachstum im Kerngeschäft Apotheke
CEO Walter Hess ist mit der Entwicklung zufrieden: „Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete DocMorris ein robustes Wachstum im Kerngeschäft – der Online-Apotheke – und eine hohe Dynamik bei den margenstarken digitalen Services – Telemedizin und Retail Media.“ Zudem sei der Ausbau der digitalen Gesundheitsplattform mit der Einführung des KI-Assistenten als verbindendes Element signifikant beschleunigt worden. „Jeder dritte App-User hat diesen bereits genutzt.“
Finanzchef Daniel Wüst sieht eine beschleunigte Geschäftsentwicklung im vierten Quartal. Dies sei trotz der „gesteigerten Marketingeffizienz bei den rezeptpflichtigen Medikamenten positiv einzuordnen“. Sämtliche Bereiche hätten dazu beigetragen, die gesetzten Ziele in 2025 zu erreichen.
Der Versender will das finale Jahresergebnis Mitte März mitteilen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll zwischen minus 48 bis 52 Millionen Franken liegen. Die Ebitda-Gewinnschwelle soll im Laufe des Jahres 2026 eintreten, bestätigte der Konzern die Ziele.