Bayer: Rückgang bei Eylea und Erkältung 04.08.2026 08:50 Uhr
Bayer hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 24,3 Milliarden Euro erzielt; das waren 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Rückläufig entwickelte sich das Geschäft mit Eylea (Aflibercept) und Erkältungsmitteln.
Währungsbereinigt hätte der Konzern ein Umsatzwachstum von 3,3 Prozent vorweisen können; Währungseffekte wirkten sich negativ mit 949 Millionen Euro aus. Damit wurde die Absatzausweitung komplett aufgezehrt; die Preise konnten um 0,9 Prozent angehoben werden.
Auf Deutschland entfiel ein Umsatz von 1,31 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es knapp 1,46 Milliarden Euro.
Pharma
Der Umsatz von Pharmaceuticals lag mit 4,46 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei standen insbesondere signifikante Zuwächse bei Nubeqa und Kerendia sowie weitere Umsatzsteigerungen im Radiologie-Geschäft den Rückgängen bei Xarelto (738 Millionen Euro, minus 43 Prozent) und Eylea (1,2 Milliarden Euro, minus 29 Prozent) infolge von Patentabläufen entgegen. Beim Blutverdünner gibt es seit August in allen Stärken Generika, beim Augenmedikament sind Biosimilars seit Ende des Jahres erhältlich.
OTC
Bei Consumer Health lag der Umsatz mit 2,94 Milliarden Euro ebenfalls auf Vorjahresniveau, hier waren die Erlöse in der Kategorie Allergie und Erkältung wegen der schwachen Saison rückläufig:
- Dermatologie: 761 Millionen Euro, plus 4,8 Prozent
- Nahrungsergänzung: 741 Millionen Euro, plus 3,9 Prozent
- Allergie und Erkältung: 567 Millionen Euro, minus 7,5 Prozent
- Magen-Darm-Gesundheit: 472 Millionen Euro, minus 0,8 Prozent
- Schmerz und Kardio: 378 Millionen Euro, minus 0,8 Prozent
Auch das anhaltend schwache Marktumfeld in den USA belastete laut Konzern das Geschäft. Das Plus bei Nahrungsergänzungsmitteln ist vor allem auf das E-Commerce-Geschäft von Natsana sowie signifikante Volumenausweitungen bei Elevit in China zurückzuführen, deutliche Zuwächse gab es auch bei Bepanthen.
Crop Science
Bei Crop Science stieg der Umsatz um 0,8 Prozent auf 12,47 Milliarden Euro, im Wesentlichen durch erhebliche Zuwächse im Bereich Sojabohnensaatgut aufgrund einer lizenzvertraglichen Einigung mit Corteva und der Wiederzulassung Dicamba-basierter Produkte. Hinzu kam eine positive Entwicklung bei Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften. Demgegenüber war das Geschäft mit Herbiziden und Fungiziden laut Bayer in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld rückläufig.