Neues Campus-Gelände

Bauerfeind: 50-Millionen-Euro-Invest dank Hilfsmittel-Boom 21.05.2026 16:16 Uhr

Zeulenroda - 

Der Hersteller von medizinischen Hilfsmitteln Bauerfeind investiert weitere 50 Millionen Euro in seinem Hauptstandort im ostthüringischen Zeulenroda. Bis Frühjahr 2028 sollen dort Fertigungs- und Lagerhallen sowie ein Funktionsgebäude entstehen, wie das Unternehmen mitteilte. Mit dem Bau des neuen Hallenkomplexes werde Anfang Juni begonnen. Geplant ist ein moderner Campus zu dem neben einem Mitarbeiterrestaurant und Flächen für Schulungen, Konferenzen und Meetings auch Grünflächen, Promenade und ein Park gehören sollen.

Mit den Investitionen reagiert die Bauerfeind AG nach eigenen Angaben auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Bandagen, Orthesen, orthopädischen Einlagen und Kompressionsprodukten. Bereits seit vergangenem September wird am 1929 gegründeten Stammsitz eine neue Energiezentrale gebaut. Parallel dazu wird seit November 2025 das Zentrallager erweitert und modernisiert – beide Maßnahmen umfassen bereits ein Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro.

1500 Jobs am Stammsitz

Insgesamt investiere das Unternehmen damit bis Frühjahr 2028 rund 100 Millionen Euro in seinen Thüringer Stammsitz. Vorstandschef Rainer Berthan sprach von einem „langfristigen Bekenntnis“ zum Standort Deutschland und zur Stadt Zeulenroda. Mit dem Investment würden zugleich bestehende Arbeitsplätze gesichert und weiteres Personal ermöglicht.

„Alles, was wir hier bei Bauerfeind an Dynamik gerade erleben, ist nicht selbstverständlich. Diese außerordentliche Entwicklung, diese großen Investitionen, dieses Vertrauen und auch der Mut, der da zum Ausdruck kommt, sind nicht weit verbreitet gerade. Wir befinden uns damit in einer bemerkenswerten Situation, mit der wir auch verantwortungsbewusst umgehen werden“, so Berthan.

Bauerfeind beschäftigt nach eigenen Angaben 2600 Mitarbeiter, davon 1500 in Zeulenroda. Produktionsstandorte gibt es daneben noch im ostthüringischen Gera sowie im nordrhein-westfälischen Remscheid. Der Jahresumsatz liegt laut dem Unternehmen bei rund 430 Millionen Euro. Angesichts des demografischen Wandels rechne man mit weiterem Wachstum an allen Standorten.