Die Höhle der Löwen

Aspira Clip: Inhalator to go APOTHEKE ADHOC, 10.11.2018 09:44 Uhr

Berlin -

Vinh-Nghi Tiet und Wolfgang Kleinert sind nicht nur ziemlich beste Freunde, sondern auch die Gründer von Aspira Clip. Mehr als dreieinhalb Jahre und etwa 1,3 Millionen Euro haben sie in die Entwicklung ihrer Weltneuheit gesteckt. In der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ wollten sie mit Hilfe eines Investors ihre Erfindung zum Weltstar machen.

Für ein Investment 600.000 Euro waren Tiet und Kleinert bereit, 10 Prozent der Firmenanteile abzugeben und die Welt zu erobern. Mit drei Miniinhalatoren wollten sie das Interesse der Löwen Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Judith Williams wecken.

Aspira Clip ist ein ergonomischer Clip in Form eines Hufeisens aus medizinischem Silikon, der mit zwei Filtern versehen ist und in die Nase gesteckt wird. Die Filter dienen als Speicher für 100-prozentiges ätherisches Öl. Wird der Clip herausgenommen, kann er in der wiederverschließbaren Verpackung aufbewahrt werden. Nach 21 Tagen und einer täglichen Tragedauer von ein bis zwei Stunden muss der Clip ausgetauscht werden. Das durchsichtige unauffällige „U“ kann zur Inhalation für unterwegs genutzt werden und mit jedem Atemzug werden die ätherischen Öle freigesetzt.

Im Handel sind drei Varianten: „Med“ kann bei Erkältungsbeschwerden die verstopfte Nase lösen. Enthalten sind ätherisches Öl von Thymian, Eukalyptus und Ravesara. „Fresh“ ist der zweite Miniinhalator mit Pfefferminz, Zitrone und Limette, der bei Kopfschmerzen, Migräne und Übelkeit eingesetzt werden kann. Ideal sei der Clip auch beim Fliegen zur Stärkung des Immunsystems, so der Berliner Gründer Kleinert. „Relax“ komplettiert das Sortiment. Der Clip mit Lavendel, Mandarine und Melisse entspannt und beruhigt, kann die innere Ruhe fördern und das Einschlafen unterstützen.

Die Gründer haben dreieinhalb Jahre Arbeit und etwa 1,3 Millionen Euro in den Aspira Clip gesteckt. Die Berliner haben eine Produktionsstätte in Brandenburg mit Spezialmaschinen aufgebaut und sind bereits in der Drogeriekette dm gelistet. Eigentlich gute Voraussetzungen für einen Deal. Doch die ersten Löwen sprangen in der Sendung ab, Dümmel und Maschmeyer bissen jedoch an – auch wenn sie die Bewertung nicht teilten. Die Löwen waren bereit, 600.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile zu investieren. Zu viel für die Gründer, mehr als 15 Prozent wollten sie nicht abgeben. Am Ende wurden sich die vier dennoch einig. 600.000 Euro plus 400.000 Euro Working Capital für 25 Prozent der Firma.

Inzwischen ist der Clip jedoch unter dem Namen aspUraclip zu haben. Das „U“ im Namen steht für die Form des Miniinhalators. In dieser Woche legte der Clip laut „Bild Plus“ den Shoppingsender QVC lahm. 30 Minuten mussten Anrufer in der Bestellhotline warten. Nach 90 Minuten sollen mehr als 100.000 Exemplare verkauft worden sein. Diese Menge plante der Sender dann für den darauf folgenden Tag ein. „Das Produkt musste kurzzeitig aussetzen, die Planung des Programms verschoben werden“, schrieb Bild Plus.

„Dieser Wahnsinnsstart macht mich ausnahmsweise mal sprachlos. So was habe auch ich wirklich noch nie mit einem Produkt erlebt. Ich freue mich wahnsinnig für die Gründer“, wurde Dümmel zitiert.