Arzt führt Daiichi Sankyo 04.11.2026 07:52 Uhr
Dr. Jens Tuischer hat zum 1. November die Geschäftsführung von Daiichi Sankyo Deutschland übernommen. Er folgt auf Benoit Creveau, der das Unternehmen nach mehr als vier Jahren an der Spitze der deutschen Organisation verlässt.
Als Geschäftsführer verantwortet Tuischer die strategische Weiterentwicklung der deutschen Organisation. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschäftsbereiche Onkologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die Stärkung der Position von Daiichi Sankyo als forschendes Pharmaunternehmen.
Eine wichtige Rolle spielt zudem der Produktions- und Entwicklungsstandort Pfaffenhofen an der Ilm. Dort investiert Daiichi Sankyo bis 2030 rund eine Milliarde Euro in den Ausbau seiner Kapazitäten und in neue Technologien, insbesondere für die Herstellung innovativer Krebstherapien auf Basis von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs).
Tuischer leitete zuletzt den Geschäftsbereich Onkologie von Daiichi Sankyo in Deutschland. Er studierte Humanmedizin in Heidelberg und Berlin und war zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn als Arzt an der Charité tätig. Nach seinem Wechsel zur Unternehmensberatung Roland Berger begann er seine Karriere bei Pfizer, wo er über viele Jahre hinweg unterschiedliche nationale und internationale Führungspositionen übernahm.
Seine beruflichen Schwerpunkte lagen dabei insbesondere in der strategischen Entwicklung von Arzneimittelportfolios, der Einführung innovativer Therapien sowie der Führung internationaler Teams und Geschäftsbereiche. Ergänzend zu seiner medizinischen Ausbildung absolvierte er einen Masterstudiengang in International Healthcare Management, Economics and Policy an der SDA Bocconi School of Management in Mailand sowie das Advanced Management Program an der University of Chicago Booth School of Business.
Mit dieser Kombination aus medizinischem Fachwissen, internationaler Managementerfahrung und Kenntnis des deutschen Gesundheitswesens bringe er umfassende Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Unternehmens mit, so der Konzern.
„Deutschland ist für Daiichi Sankyo ein wichtiger Standort mit großem Potenzial. Mit unseren Stärken in Wissenschaft und Technologie leisten wir einen Beitrag zur medizinischen Innovation und zur Versorgung von Patientinnen und Patienten“, so Tuischer. „Diese Kompetenzen wollen wir weiter ausbauen und zugleich den Dialog mit unseren Partnern im Gesundheitswesen und der Politik intensivieren.“