AEP-Deal ist „in Umsetzung“ 20.08.2026 08:55 Uhr
Kommt die Übernahme von AEP noch zustande? Eigentlich wollte The Platform Group den Deal längst unter Dach und Fach haben. Doch seit Wochen ist es still geworden um das Vorhaben. Jetzt stellt das Management klar, dass es am Kauf der Großhändlers festhält.
„Die zu Jahresbeginn angekündigte Übernahme der AEP GmbH befindet sich weiterhin in der Umsetzung, beide Vertragsparteien arbeiten planmäßig an der Erfüllung der kaufvertraglichen Voraussetzungen“, heißt es anlässlich der Halbjahreszahlen. Weitere Details gibt es nicht, zuletzt hatte CEO Dominik Benner bereits Anfragen dazu unbeantwortet gelassen. In der Übersicht der Beteiligungen taucht der Großhändler jedenfalls schon einmal auf.
Eigentlich sollte die Übernahme längst abgeschlossen sein; das Bundeskartellamt hatte im März die Freigabe erteilt. Benner hatte im Juni erklärt, er sei guter Dinge, dass man die Kaufvertragsvoraussetzungen erfüllen werde. An der Finanzierung werde es nicht scheitern: TPG habe mehr als 48 Bankverbindungen im In- und Ausland; diese Zahl habe in der Vergangenheit zu- und nicht abgenommen. Für AEP habe man drei Angebote vorliegen, mit denen man zu gegebener Zeit arbeiten könne.
Im ersten Halbjahr wuchsen das über die Plattformen abgewickelte Volumen um 21 Prozent auf 789 Millionen Euro, der Umsatz legte um 23 Prozent auf 421 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 33,5 Millionen Euro. Die Bankverbindlichkeiten lagen bei 55 Millionen Euro, die Anleiheschulden unverändert bei 70 Millionen Euro.
8,4 Millionen aktive Kundinnen und Kunden lösten demnach 6,2 Millionen Bestellungen im Durchschnittswert von 129 Euro aus.
„2026 ist für uns das Jahr der operativen Skalierung. Wir wachsen primär organisch, steigern unsere Profitabilität und generieren gute Cashflows“, so Benner. „Dadurch reduzieren wir die Verschuldung und schaffen gleichzeitig finanziellen Spielraum für künftige Investitionen. Auch werden wir ein bis zwei Unternehmen im Portfolio veräußern und uns von Unternehmen trennen, wenn sie keinen Gewinn machen. Akquisitionen bleiben Bestandteil unserer Strategie und stehen im Einklang mit unserer disziplinierten Kapitalallokation.“