Existenzgründertag

Vision eigene Apotheke 14.04.2026 15:16 Uhr

Berlin - 

Die Zahl der neu eröffneten Apotheken sinkt stetig. 2024 wurden laut Abda-Zahlen nur noch 48 Betriebsstätten neu eröffnet. Doch das Interesse an der Selbstständigkeit bei jungen Apothekerinnen und Apothekern ist vorhanden. In Hessen wird mit beim zweiten Existenzgründertag für Apothekerinnen und Apotheker über den Schritt zum eigenen Betrieb informiert.

Als Gründe für die rückläufigen Neugründungen nennt die Abda den Wettbewerb der Apotheken untereinander und die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen. Am 18. April soll die Vision einer eigenen Apotheke für interessierte Existenzgründerinnen und -gründer in Frankfurt am Main Gestalt annehmen. Die Landesapothekerkammer Hessen (LAK), der Hessischen Apothekerverband (HAV) und die Deutsche Ärzte- und Apothekerbank (Apobank) laden in Frankfurt am Main zu einem Austausch ein.

Standort- und Finanzcheck

Informiert wird über verschiedene Wege, die geeignete Apotheke zu finden. Als nächstes steht die Standortanalyse an, um die Rentabilität des Betriebs zu prüfen. Außerdem geht es um Kaufpreise und die richtige Finanzierung. Ein weiterer Aspekt sind Praxisbeispiele. Verschiedene Existenzgründerinnen und -gründer berichten über ihre Erfahrungen.

Außerdem wird über die Apotheke der Zukunft sowie Herausforderungen und Chancen der Apotheken informiert. Zudem gibt es die Möglichkeit, sich mit Unternehmen aus den Bereichen Pharmagroßhandel, Abrechnungsdienste sowie Apothekenausstatter auszutauschen.

Übernahme statt Neugründung

„Wir leben gerade in sehr herausfordernden Zeiten wie politisch und wirtschaftlich“, sagt Miriam Oster. Die Inhaberin der Columbus-Apotheke in Oberursel ist eine der Rednerinnen in Frankfurt. Sich selbstständig zu machen, könne eine sehr „erfüllende und lohnende Erfahrung sein“. Manchmal könne es besser sein zu übernehmen, als neu zu gründen.