Demenzerkrankung

Verbandschef fordert mehr Beratung für Angehörige Julia Germersdorf, 21.09.2023 07:15 Uhr

Der Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) fordert eine bessere Aufklärung über Angebote zur Unterstützung pflegender Angehöriger einer an Demenz erkrankten Person. Foto: LightField Studios/shutterstock.com
Berlin - 

Pflegende Angehörige von Demenzkranken brauchen aus Expertensicht mehr Beratung über die mögliche konkrete Unterstützung im Alltag.

„Leider weisen die Kranken- und Pflegekassen ihre Versicherten noch zu selten auf die Möglichkeit von individuellen Schulungen in der häuslichen Umgebung hin“, sagte der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, anlässlich des Weltalzheimertages am 21. September. Der Verband forderte eine bessere Aufklärung über bestehende Angebote zur Unterstützung pflegender Angehöriger.

Entsprechende Schulungen werden laut Meurer von den ambulanten Pflegediensten angeboten und seien auf die spezielle persönliche Situation der Angehörigen ausgerichtet. „Im eigenen Zuhause lernen sie Pflegetechniken, den Gebrauch von Hilfsmitteln und werden außerdem über Entlastungsmöglichkeiten und ihre Ansprüche aufgeklärt. Jede betroffene Familie sollte aktiv über diese Beratungsmöglichkeiten informiert werden.“ Die Unterstützung und Entlastung der pflegenden Angehörigen stelle einen wichtigen Baustein in der Versorgung von demenzkranken Menschen dar, sagte Meurer.