Q1: Frequenz sinkt, Abverkäufe stark rückläufig 07.04.2026 13:02 Uhr
Das neue Jahr ist bescheiden für die Apotheken gestartet: Zwar steigt der Rx-Umsatz wieder, aber die OTC-Abverkäufe und vor allem die Kundenfrequenz sind weiter rückläufig. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Zahlen von Insight Health durch Apovid.
Die Kundenfrequenz, gemessen an der Anzahl der Bons, lag im ersten Quartal 5,6 Prozent niedriger als im Vorjahr. Damit setzt sich der seit längerem zu beobachtende Negativtrend fort – für 2025 hatte Apovid einen Rückgang um 2 Prozent ausgewiesen.
OTC stark rückläufig
Das schlägt sich auch in den OTC-Abverkäufen nieder: Bis einschließlich weist die Statistik einen Rückgang beim Absatz um 9,8 Prozent und beim Umsatz um 6,7 Prozent aus. Im vergangenen Jahr hatte es hier zwar in den ersten drei Monaten einen Zuwachs um 4,3 Prozent nach Packungen und um 6,8 Prozent nach Wert gegeben; das hatte allerdings wohl auch mit dem Vergleichszeitraum zu tun: 2024 fielt die Karwoche ins erste Quartal, Ostern war am letzten Märzwochenende.
Insgesamt lag die Anzahl der verkauften Packungen im vergangenen Jahr 3,8 Prozent unter Vorjahr; auch der Umsatz war um 0,8 Prozent rückläufig.
Weniger Rx-Packungen
Auch im Rx-Bereich wurden 2,1 Prozent weniger Packungen abgesetzt. Im vergangenen Jahr lag der Rx-Absatz ab Q2 erstmals überhaupt unter Vorjahr, am Ende stand für das Gesamtjahr ein minimales Plus von 0,2 Prozent. Damit stagnierte die für die Apotheken wichtige Grundlage zur Berechnung von Fixum (8,35 Euro je Packung), Nacht- und Notdienstpauschale (21 Cent je Packung) sowie Pauschale für pharmazeutische Dienstleistungen (20 Cent je Packung). 2024 war die Zahl der Packungen noch 3 Prozent gewachsen.
Der Umsatz lag dank des Preiseffekts im ersten Quartal 4 Prozent über dem Vergleichszeitraum. Im Gesamtjahr war er mit 6,8 Prozent aber deutlich stärker gewachsen und 2024 sogar um 8,5 Prozent.