Qualitätsoffensive

Pflichtfortbildung für Apotheker Désirée Kietzmann, 14.05.2008 17:48 Uhr

Berlin - 

Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) plant eine verpflichtende Fortbildung für alle Apotheker, die in ihrem Kammerbezirk in öffentlichen Apotheken arbeiten wollen. Das geht aus einem Grundsatzbeschluss hervor, den die Delegiertenversammlung heute verabschiedete. Demnach muss jeder Apotheker in Zukunft ein gültiges Fortbildungszertifikat nachweisen. Die AKWL ist die erste Kammer in Deutschland, die eine Fortbildungspflicht in ihre Berufsordnung aufnehmen will.

Außerdem sollen weitere obligatorische Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Berufsordnung der Kammer verankert werden. So sollen alle Apothekenleiter zum Aufbau eines apothekenspezifischen Qualitätsmanagementsystems verpflichtet werden. Für beide Neuregelungen ist eine Übergangsfrist von drei Jahres vorgesehen.

Testkäufer der Apothekerkammer werden in Zukunft nicht nur die Qualität der Beratung, sondern auch die ordnungsgemäße Rezepturherstellung überprüfen. Die Kammer will Defizite in beiden Bereichen berufsrechtlich ahnden. In den kommenden sechs Monaten soll eine Arbeitsgruppe Details zur Pflichtfortbildung sowie zum apothekenspezifischen Qualitätsmanagementsystem erarbeiten. Ab Januar 2009 will die Kammer die Qualitätsoffensive sukzessive umsetzen.