Notdienstpauschale steigt wieder 17.03.2026 12:58 Uhr
Die Notdienstpauschale war zwei Quartale gesunken, jetzt steigt sie wieder. 550 Euro erhalten Apotheken für jeden im vierten Quartal 2025 geleisteten Volldienst.
16.604 Apotheken leisten laut Nacht- und Notdienstfonds (NNF) insgesamt 77.797 Notdienste. Damit ergibt sich eine Pauschale von 550,53 Euro, was über dem zweiten Quartal (535 Euro) sowie dem dritten Quartal (533,76 Euro), aber knapp unter dem bisherigen Höchstwert von 556,23 Euro im ersten Quartal liegt. Der NNF überweist die entsprechenden Beträge am morgigen Mittwoch direkt an die Apotheken.
Ermöglicht wird die Anhebung durch die gestiegene Anzahl an abgegebenen Rx-Packungen. 203.974.937 Einheiten wurden abgesetzt, jeweils 21 Cent fließen dabei an den NNF. Im Vergleich zum dritten Quartal ist der Absatz um 3,24 Prozent gestiegen, im Vergleich zum vierten Quartal 2024 um 0,61 Prozent.
Abzüglich der pro forma angesetzten Verwaltungskosten von 1000 Euro standen damit 42.829.292,10 Euro zur Auszahlung zur Verfügung.
Die Notdienstpauschale ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, weil inzwischen vier große Kammerbezirke (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz) die Notdienstverteilung über ein geodatenbasiertes System optimiert haben. Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden bundesweit knapp 95.000 Notdienste pro Quartal geleistet, 2024 waren es knapp 88.000 Notdienste und 2025 noch 77.000 Notdienste pro Quartal. Durch die Verkleinerung des Divisors bei annähernd gleichem Ausschüttungsbetrag steigt die Pauschale.
Mit der Apothekenreform sollen weitere 20 Cent, die bislang zur Finanzierung der pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) dienten, umgewidmet und dem Notdienstfonds zugeführt werden. Dadurch würde sich die Notdientspauschale verdoppeln.