Grippeimpfstoffe

Bayern: CSL und Sanofi Pasteur statt Novartis Karoline Schumbach, 26.09.2012 09:29 Uhr

Berlin - 

Auch in Bayern gibt es Probleme mit der Lieferfähigkeit der Grippeimpfstoffe: Rabattpartner Novartis will zwar ab dem 15. Oktober zunächst eine Teilmenge von Begripal zur Verfügung stellen. Bis dahin sollen Ärzte bei Patienten, die bereits jetzt geimpft werden müssen, auf andere Impfstoffe ausweichen. CSL und Sanofi Pasteur MSD sollen die Lücke schließen.

 

Patienten, die nach Empfehlungen der STIKO zum gefährdeten Personenkreis zählen, sollen mit Afluria (CSL) oder Intanza (Sanofi Pasteur MSD) geimpft werden. Der AOK Bayern zufolge wird ab Anfang Oktober auch der Preis für Fluad (Novartis) auf den Referenzpreis gesenkt. Zu den gefährdeten Personenkreis zählen zum Beispiel Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Schwangere ab dem 2. Trimenon und chronisch Kranke.

Laut AOK bestand zu keiner Zeit ein Anlass zur Beunruhigung: Der Impfstoff stehe zwar zwei Wochen später als ursprünglich angekündigt zur Verfügung, aber immer noch im empfohlenen Impfzeitraum von Oktober/November.

Der Bayerische Apothekerverband findet die Regelung „äußerst unbefriedigend“: Denn es sei nicht gesichert, dass Begripal wirklich Mitte Oktober ausgeliefert werde. Der Verband sieht sich in seiner Auffassung bestätigt, dass Ausschreibungen für Grippeimpfstoffe die Versorgungssicherheit gefährden: „Letzendlich fällt diese Situation aber auf die Krankenkassen zurück.“