Softwarehäuser

Hilfsmittelverträge in der Apotheken-EDV Alexander Müller, 20.01.2014 10:42 Uhr

Berlin -

Orthesen, Inko, Anziehhilfen und immer wieder neue Verträge – in der Hilfsmittelversorgung können Apotheken schnell den Überblick verlieren. Neben Clearingstellen bei den Apothekerverbänden kann die Software bei der Abwicklung helfen. Das Rechenzentrum AvP hat dazu eine Hilfsmitteldatenbank entwickelt. Nach dem Start mit ADG ziehen jetzt andere Softwarehäuser nach.

Ziel der Datenbank ist es, dass der Apotheker direkt einsehen kann, welchen Verträgen er beigetreten ist und zu welchen Konditionen er abrechnen kann – ohne jeden Vertrag individuell einpflegen zu müssen. Auch die Anforderungen der einzelnen Krankenkassen können über die Schnittstelle in der Apotheken-EDV angezeigt werden.

Hilfsmittel sind zwar auch im ABDATA-Sondermodul Artikelstamm Plus V hinterlegt, allerdings ohne die Selektivverträge, andenen die Landesapothekerverbände nicht beteiligt sind. Bei AvP ist man überzeugt, das reifere Modul zu haben.

Umgesetzt wurde das Projekt zunächst zur Expopharm mit dem traditionell nah stehenden Anbieter ADG. Die Datenbank wurde aber neben der Phoenix-Tochter auch den anderen Softwarehäusern angeboten.

Zwei weitere Anbieter sind schon auf den Zug aufgesprungen: Asys und ADV haben schon fest zugesagt und wollen eine entsprechende Schnittstelle anhand der Beschreibung von AvP umsetzen. Lauer-Fischer hat ebenfalls Interesse bekundet.

Gespräche hat AvP auch schon mit Awinta geführt, unterschrieben ist aber noch nichts. Es gebe Beziehungen zwischen den beiden Unternehmen, aber noch keine spruchreifen Projekte, sagte ein Sprecher des Softwarehauses. Allerdings denkt das Rechenzentrum VSA, zu dem Awinta gehört, über eine eigene Datenbank nach. Pharmatechnik hat sich bislang noch nicht geäußert.

Die Hilfsmitteldatenbank bietet AvP nicht nur den eigenen Kunden an. Die Nutzung sei nicht abhängig von der Abrechnung bei AvP, heißt es beim privaten Rechenzentrum. Möglich sei auch eine „leichte Geschäftsbeziehung“. Ob die Kosten für die Nutzung dann direkt oder über das jeweilige Softwarehaus abgerechnet werden, muss noch geklärt werden.