2700 Mitarbeiter weniger in Apotheken 10.06.2026 09:56 Uhr
Die Zahl der Apothekenmitarbeiter:innen ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Damit setzt sich ein Trend fort – entgegen der Ansicht der Kassen, die noch vor wenigen Monaten von einem Mitarbeiterrekord in den Apotheken sprachen.
Die „Zahlen, Daten, Fakten“ der Abda zeigen nicht nur einen Rückgang bei der Zahl der Apotheken, die von 17.041 auf 16.601 Betriebsstätten gesunken ist. Rückläufig ist auch die Zahl der Mitarbeitenden.
Ende 2025 arbeiteten hierzulande rund 70.000 Apothekerinnen und Apotheker – der Großteil (52.733 Personen) in öffentlichen Apotheken. Im Vorjahr zählten die Apotheken noch 53.235 Approbierte.
Die Zahlen zeigen eine Abwanderung in andere Bereiche: So steigt die Zahl beispielsweise in Krankenhäusern (3355 statt 3225) sowie Industrie, Verwaltung, Fachorganisationen, Wissenschaft (14.185 statt 13.946).
Gleiches zeigt sich bei den anderen Apothekenberufen. PTA sind mit 71.399 Kolleg:innen zwar noch immer die größte Berufsgruppe. Doch ist ihre Zahl von 2024 auf 2025 ebenfalls gesunken, und zwar um knapp 800 Köpfe. Größer ist der Rückgang bei den PKA mit knapp 960 weniger Kolleg:innen (32.108 vs. 31.151). Über alle Apothekenberufe hinweg sank die Zahl der Mitarbeitenden – ohne Reinigungskräfte und Fahrer – von 162.186 auf 159.484.
Veränderte Datenerfassung sorgte für Statistik-Bruch
Und auch der Nachwuchs wird knapper. Die Zahl der Pharmazeut:innen im Praktikum (PhiP) sank von 1123 auf 1051, die Zahl der PTA-Azubis von 1962 auf 1920 und die der PKA-Azubis von 3560 auf 3120.
Die Zahlen bestätigen einen Abwärtstrend, der seit einigen Jahren anhält. So ging die Zahl der Apothekerinnen und Apothekern in öffentlichen Apotheken erstmals 2023 zurück, bei PTA war 2020 der erste Rückgang zu verzeichnen. Die Zahl der PKA ist seit vielen Jahren rückläufig, weil die Arbeiten hier oft umverteilt werden.
Allerdings lassen sich die Daten nicht 1:1 zurückverfolgen, da es 2024 zu einem Bruch in der Zeitreihe kam. Bei vereinzelten Landesapothekerkammern änderte sich die Datenerfassung für das nichtapprobierte Personal: In einem Fall wurde beispielsweise auf ein elektronisches Erfassungssystem umgestellt, in den anderen Fällen gab es weitere technische Anpassungen. Dadurch können die Zahlen zwar seitdem vollumfassend erhoben werden, für 2024 weist die Statistik aber bei PTA und PKA einen Sprung um insgesamt 6000 Köpfe nach oben auf, der ausschließlich der Umstellung geschuldet ist.