Erstmals weniger OTC-Umsätze

2025: Apothekengeschäft rückläufig 16.02.2026 13:46 Uhr

Berlin - 

2025 war ein verlorenes Jahr für die Apotheken. Sowohl die Kundenfrequenz als auch die Packungszahl waren rückläufig – OTC- und Rx-Bereich schwächelten. Nur dank des Preiseffekts konnte im verschreibungspflichtigen Bereich der Umsatz ausgeweitet werden, wie eine Analyse der Zahlen von Insight Health durch Apovid zeigt.

Nach einem starken ersten Quartal brach das Geschäft in den Apotheken ein: Ab April waren die Abverkäufe rückläufig; fast durchweg wurden die Zahlen des Vorjahres unterschritten. Nur im Weihnachtsgeschäft gab es noch einmal nennenswerte Zuwächse.

Stagnation bei Rx

Im Rx-Bereich wurden gerade einmal 0,2 Prozent mehr Packungen als im Vorjahr abgegeben – damit stagnierte die für die Apotheken wichtige Grundlage zur Berechnung von Fixum (8,35 Euro je Packung), Nacht- und Notdienstpauschale (21 Cent je Packung) sowie Pauschale für pharmazeutische Dienstleistungen (20 Cent je Packung).

Der Umsatz lag dank des Preiseffekts immerhin noch 6,8 Prozent über Vorjahr.

Die Entwicklung blieb deutlich hinter 2024 zurück, als der Absatz um 3 Prozent und der Umsatz um 8,5 Prozent zulegten.

OTC im Minus

Noch schlechter entwickelten sich die OTC-Abverkäufe: Die Anzahl der verkauften Packungen lag 3,8 Prozent unter Vorjahr; auch der Umsatz war um 0,8 Prozent rückläufig. Die Kundenfrequenz – definiert als Anzahl der Bons in der Apotheke – war um 2 Prozent rückläufig.

2024 war der Absatz um 0,3 Prozent gesunken, während der Umsatz mit einem Plus von 4,1 Prozent noch positiv war.