Neue Gehe-Niederlassung

Wie Modelleisenbahn: NDR erklärt Pharmagroßhandel APOTHEKE ADHOC, 13.03.2019 11:16 Uhr

Berlin - Langsamdreher, Verladebahnhof, Kommissionierer: Der NDR hat seinen Zuschauern erklärt, wie die Arzneimittelpackungen in die Apotheke kommen. Dazu war ein Drehteam zu Besuch in der Gehe-Niederlassung in Rostock-Laage. Das Lager erinnere an eine „Modelleisenbahn“, heißt es in dem gestern ausgestrahlten Bericht.

Im Nordmagazin zeigt der NDR Beiträge von Land und Leuten, 15 Minuten über Themen aus Mecklenburg-Vorpommern. Ende Oktober eröffnete Gehe in Rostock-Laage ein neues Verteilerzentrum. Rund 450 Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden von dort aus beliefert. In der neuen Kommissionieranlage des österreichischen Herstellers Knapp können dem Stuttgarter Großhändler zufolge 1200 Behälter pro Stunde durchlaufen.

In dem dreiminütigen Beitrag zeigt der Sender zunächst, wie ein Kunde in er Apotheke ein Rezept einlösen will. Doch das verordnete Arzneimittel ist nicht vorrätig. Der Pharmazeut bestellt das Medikament um 13 Uhr. Dann folgt ein Szenenwechsel: Rund 30 Kilometer von der Apotheke entfernt kommt der Auftrag gleichzeitig bei Gehe an.

Auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmetern lagern etwa 100.000 Arzneimittel. Blaue Kisten gingen auf eine ein Kilometer lange Reise, heißt es in dem Bericht. „Wie Modelleisenbahn auf 6000 Quadratmetern“, wird das Lager beschrieben. Leiterin Anke Groth erklärt die Veränderungen in den Abläufen. Sie ist seit 1990 für Gehe tätig. Seitdem habe sich alles geändert. „Das einzige was gleichgeblieben ist: Wir haben die Apotheken, die wir beliefern.“

Anfangs sei man mit „kleinen Wägelein“ durch die Halle gefahren und habe die Ware kommissioniert, sagt sie. „Auch in Kisten selbstverständlich, aber nicht so toll und auch nicht so sicher für die Apotheken.“ Ziel ist laut Bericht, dass keine der 45.000 Medikamentenpackungen täglich unkontrolliert das Lager verlässt.

Herzstück der Kommissionieranlage sei der Automat für die Langsamdreher, also Arzneimittel, die nicht ständig nachgefragt werden. Der Automat sei wie eine Bibliothek. Geschäftsführer Michael Uhlmann erklärt: Alle Medikamente landeten letztlich in einer Kiste. „Wir haben einen Durchlauf von 1200 Behältern in der Stunde.“ Dadurch könne eine Apothekenbestellung innerhalb von 20 Minuten abgearbeitet werden.

Die Anlage in Rostock ist laut NDR die modernste aller Gehe-Standorte. Nach der Befüllung landeten die Kisten im Verladebahnhof – „absolut pünktlich“. Eine halbe Stunde nach Bestellannahme machten sich die Fahrer auf den Weg. Die um 13 Uhr von der Apotheke bestellte Packung liege um 15 Uhr auf dem HV-Tisch und könne vom Kunden abgeholt werden.