TK-Rabattverträge

Nur zwei Zuschläge für Metoprolol Julia Pradel, 29.01.2013 13:37 Uhr

Große Rabattrunde: Die Techniker Krankenkasse hat für 99 Wirkstoffe Zuschläge erteilt. Foto: Elke Hinkelbein
Berlin - 

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat die Zuschläge in einer großen Rabattrunde vergeben: Die Kasse hat Verträge über 99 Wirkstoffe und Kombinationen geschlossen. Für zwölf Lose hatte die TK exklusive Partner gesucht, die übrigen Wirkstoffe sollten an bis zu drei Hersteller vergeben werden. Bei einigen dieser Präparate – darunter Metoprolol Succinat – gibt es trotzdem nur einen oder zwei Rabattpartner. Methylphenidat konnte die TK in der Retardform gar nicht vergeben.

Insgesamt 15 der ursprünglich für bis zu drei Partner vorgesehenen Wirkstoffe wurden nur an jeweils zwei Bieter vergeben, 13 sogar nur an einen. Metoprolol Succinat beispielsweise ging lediglich an 1A Pharma und Stada.

Auch für Glimepirid (Teva/Ratiopharm und Winthrop/Sanofi) und Ramipiril (Actavis und Winthrop/Sanofi) wurden nur zwei Rabattverträge geschlossen. Cefixim (Stada), Gabapentin (Neuraxpharm), Levothyroxin (Bietergemeinschaft Winthrop/Sanofi), Ramipril/HCT (Actavis) und andere Moleküle gingen an nur einen Hersteller.

Dabei gab es für alle Lose mehr Gebote: Die Kassen können jedoch entscheiden, weniger als drei Rabattverträge zu schließen. Diese Möglichkeit besteht, wenn der Abstand des zweiten beziehungsweise dritten Bieters einen großen Abstand zu den besten Geboten hat.

60 Wirkstoffe hat die Kasse an drei Hersteller vergeben, darunter Omeprazol (Aliud, Dexcel und Stada) und Simvastatin (1A, Teva/Ratiopharm und die Bietergemeinschaft Aristo/Heumann).

Für zwölf Wirkstoffe hatte die TK exklusive Partner gesucht: Amitriptylin retardiert (Neuraxpharm), Azithromycin flüssig (Hexal), Cabergolin und Phenprocoumon (Teva/Ratiopharm), Fenofibrat retardiert (Heumann), Levothyroxin/Jodid-Ion (Aristo), Methotrexat fest (Pfizer), Methylphenidat unretardiert (Medice), Metoprolol Succinat/HCT (1A), Metoprolol Tartrat/HCT (Mylan dura) und Morphin unretardiert (Medac).

Die meisten Zuschläge sicherte sich Stada/Aliud: Fast 50 Wirkstoffe liefert der Konzern zusammen mit jeweils zwei anderen Herstellern, drei mit einem und vier sogar exklusiv (Cefixim, Morphin retardiert, Ondansetron parenteral und Trimipramin flüssig).

An Hexal/1A gingen 22 Lose mit zwei weiteren Herstellern, sechs mit einem weiteren Hersteller und 3 Exklusivverträge (Amoxicillin flüssig, Azithromycin flüssig und Metoprolol Succinat/HCT). Teva/Ratiopharm sicherte 21 Lose im Drei-und drei Lose im Zwei-Partner-Modell sowie drei Exklusivzuschläge (Cabergolin, Phenprocoumon und Tilidinhydrochlorid/Naloxonhydrochlorid).

Weitere Zuschläge gingen an AAA-Pharma, Aurobindo, Basics, Betapharm, Bluefish, TAD und Wörwag. Die Verträge sollen im April in Kraft treten.