Ärztehonorare

KBV: Ärzten fehlen fünf Milliarden Euro dpa, 31.07.2014 09:13 Uhr

Bereit für Verhandlungen: KBV-Chef Dr. Andreas Gassen fordert eine schrittweise Anpassung der Ärztehonorare. Foto: Elke Hinkelbein
Berlin - 

Die Kassenärzte gehen davon aus, dass ihre Leistungen mit insgesamt fünf Milliarden Euro unterfinanziert sind. Wie der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, erläuterte, werden 10 Prozent der Leistungen seiner Kollegen überhaupt nicht honoriert. Zudem habe es seit 2008 keine Honoraranpassung mehr an das Gehalt eines Oberarztes gegeben. Insgesamt ergebe sich ein Defizit von ungefähr fünf Milliarden Euro. 

Die KBV bereitet derzeit ihre honorarpolitischen Forderungen für 2015 vor. Gassen machte deutlich, dass man mit den Krankenkassen über eine schrittweise Anpassung der Honorare sprechen wolle. Eine konkrete Forderung für die Gespräche mit den Sozialpartnern wollte er nicht nennen.

Bei der Anhebung der Vergütung sei das Gehalt eines Oberarztes ein Richtwert, erläuterte Gassen. Dieses liege derzeit bei gut 130.000 Euro im Jahr. Damit Kassenärzte ebenfalls ein vergleichbares Einkommen erzielten, müssten insgesamt rund drei Milliarden Euro zusätzlich ins System gegeben werden.