Rabattverträge

GWQ: Bioeq holt Metoprolol APOTHEKE ADHOC, 02.09.2013 13:27 Uhr

Newcomer und Exoten: Bei der GWQ-Ausschreibung haben kleinere Firmen große Wirkstoffe geholt. Foto: Elke Hinkelbein
Berlin - 

Zum Jahreswechsel gibt es wieder Bewegung im Generalalphabet. Am 1.

Januar treten die neuen Rabattverträge des Kassendienstleisters GWQ

ServicePlus in Kraft. 130 Wirkstoffe und -kombinationen sind betroffen;

jeweils zur Hälfte wurden die 147 Fachlosen exklusiv oder an bis zu drei

Hersteller vergeben. Insgesamt erhielten 34 Hersteller und

Bietergemeinschaften Zuschläge, darunter einige Exoten und Newcomer.

Den Sprung in die Apotheken schafft das Unternehmen Bioeq Pharma aus Heidelberg. Das 2011 gegründete Tochterunternehmen des spanischen Lohnherstellers Farmaprojects S.A.U. holt Metoprololsuccinat. Weitere Rabattpartner für den Wirkstoff sind 1A Pharma und Aliud.

Dexcel ist neben Heunet und Aliud bei Omeprazol dabei, neben 1A Pharma und AAA Pharma bei Bisoprolol, neben Teva/Ratiopharm und 1A Pharma bei Amlodipin sowie neben Winthrop/Sanofi und Axcount bei Metformin.

Bei Simvastatin geht es bunt zu: Hexal holt exklusiv die Dosierungen 5, 30, 60 und 80 mg. 10, 20 und 40 mg kommen von Actavis, Dexcel und Bluefish. Dasselbe bei Tramadol: Je nach Wirkstärke kommen Libra-Pharm beziehungsweise Aliud, Teva/Ratiopharm und Krewel Meuselbach zum Zug.

Clopidogrel holen Glenmark, 1A Pharma und Heunet. Lercanidipin geht exklusiv an Recordati. Die meisten Lose holten Stada/Aliud (47), Hexal/1A Pharma (46), die Bietergemeinschaft Teva/Ratiopharm (40) und die Bietergemeinschaft Winthrop/Sanofi (25).

Die 8. GWQ-Ausschreibung löst die 4. Runde ab, welche zum Jahresende ausläuft. Zum 1. April treten außerdem Verträge über bislang durch Übergangsvereinbarungen abgedeckte Wirkstoffe in Kraft: Montelukast kommt dann von 1A Pharma, Actavis und Aurobindo, Memantin von Winthrop/Sanofi, Teva/Ratiopharm und TAD Pharma sowie Zoledronsäure von Hexal.

Insgesamt wurden Verträge für die Versorgung von rund 8 Millionen Versicherten bei 48 Krankenkassen ausgeschrieben. Das finanzielle Volumen beläuft sich über die zweijährigen Vertragslaufzeiten auf 300 Millionen Euro nach Apothekenverkaufspreisen.