Zoll lässt 632 Kilo Medizinalcannabis vernichten 15.07.2026 13:25 Uhr
Für 632 Kilogramm medizinisches Cannabis ging es fast drei Jahre nach der Beschlagnahme vom Zollamt am Düsseldorfer Flughafen in die Müllverbrennungsanlage – weil die Einfuhrumsatzsteuer nicht gezahlt werden konnte.
Insgesamt hatte die Lieferung einen Wert von etwa 122.000 Euro, berichtet das Hauptzollamt Düsseldorf. In der vergangenen Woche sei nun der Auftrag im Namen der Behörde ergangen, die 632 Kilogramm Cannabis zu vernichten.
Der Fall sei jedoch schon älter: „Der Vernichtung ging eine Einfuhr über das Zollamt Düsseldorf Flughafen im Dezember 2023 voraus. Obwohl alle Unterlagen und Erlaubnisse für eine legale Einfuhr vorlagen, konnte das Marihuana nicht freigegeben werden, weil der Einführer die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von gut 23.000 Euro nicht zahlen konnte“, meldet die Behörde.
Demnach habe die Vernichtung erst jetzt vorgenommen werden können, da über das Vermögen des Einführers ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Diesen Schritt habe der Zoll abwarten müssen. „Da in der Zwischenzeit das Ablaufdatum des Marihuanas überschritten wurde, hätte es ohnehin nicht mehr für medizinische Zwecke verwendet werden können.“
Den Transport zur Müllverbrennungsanlage übernahm der Ortsverband Düsseldorf des THW; Transport und Vernichtung seien vom Zoll überwacht worden, heißt es.