Influenza

COPD und Asthma: Inhalation plus Impfschutz 21.10.2026 13:55 Uhr

Berlin - 

Impfungen spielen auch in der Beratung in der Apotheke eine immer größere Rolle. Das Thema ist längst am HV angekommen und sollte bewusst gesetzt werden. Gerade bei Kundinnen und Kunden mit chronischen Lungenerkrankungen lohnt sich der Hinweis auf eine Influenza-Impfung. Oft sind diese Patientinnen und Patienten wegen der Inhalationstherapie längst in der Kundenkartei.

Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen profitieren von einer Influenza-Impfung. Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Ständige Impfkommission (STIKO) betonen die Wirksamkeit und Sicherheit der Influenza-Impfung: „Die Indikation ‚chronische Lungenerkrankung’ der Impfempfehlungen der STIKO für Influenza und Pneumokokken umfasst auch Patienten mit Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung“.

Empfehlung für Kinder und Senioren

Sowohl für Patientinnen und Patienten mit Asthma (besonders Kinder sowie Seniorinnen und Senioren) als auch für Patientinnen und Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung gibt es dem RKI zufolge Hinweise aus epidemiologischen Studien, dass eine Exzessmorbidität für Influenza besteht. „Für Personen mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung sollte jede Möglichkeit ergriffen werden, zusätzliche Morbidität zu vermeiden, wenn dies nicht mit einem unvertretbaren Risiko verbunden ist.“

Auch wenn keine 100-prozentige Wirksamkeit der Impfung angenommen werden könne, könnte bereits bei einer 50-prozentigen Wirksamkeit und einer hohen Durchimpfungsrate noch jeder zweite Fall einer Erkrankung verhindert werden.

Impfung und Allergie

Doch es gibt auch Fälle, bei denen die Impfung nichts verändert: Ziel der Impfungen sei nicht die Behandlung der Grundkrankheit, wie Asthma oder chronisch obstruktive Lungenkrankheit. Die Zahl der Anfälle zum Beispiel bei allergisch bedingtem Asthma sei durch die Impfungen nicht beeinflussbar, so das RKI. Allenfalls könnten Anfälle im Zusammenhang mit Influenza-verursachten respiratorischen Erkrankungen verhindert werden.

In Apotheken sind die Betroffenen oft wegen der Versorgung mit Arzneimitteln bekannt. Sie können aktiv auf die Vorteile einer Grippe- oder Covid-Impfung angesprochen und beraten werden. Die Empfehlung ergibt besonders Sinn, wenn im Betrieb Impfungen angeboten werden.