Mehr Energie

Apothekerin: Entspannung mit Yoga 06.11.2026 15:04 Uhr

Berlin - 

Seit mehr als 30 Jahren ist Wiebke Müller in der Apotheke aktiv. Der Pharmazeutin hilft dabei vor allem eines in stressigen Situationen: Yoga. Sie unterrichtet die jahrtausendalte indische Lehre nebenher und sieht viele Vorteile gegen Zivilisationskrankheiten, die durch Stress ausgelöst werden.

2003 kam Müller selbst wegen gesundheitlicher Probleme zum Yoga. „Ich habe schnell eine Wirkung gegen die Rückenschmerzen gespürt“, erinnert sie sich. Das Interesse an der Lehre stieg und 2010 begann sie eine Ausbildung zur Lehrerin. Bereits hier habe der psychologische Aspekt eine große Rolle gespielt.

Erst Apotheke, dann Yoga

Aktuell ist sie 20 Stunden in der Apotheke als Angestellte tätig. Nach der Offizin widmet sie sich ihren Kursen. Darin spiele der mentale Aspekt eine große Rolle, sagt sie. „Das fasziniert mich, ein großer Teil ist die mentale Ausrichtung und die Frage, wie ich die Psyche im Leben unterstützen kann.“

Der Atem sei ein Schlüssel. „Man muss darauf achten, dass er fließt.“ Bei Stress könne bewusst auf das Ausatmen geachtet und dies verlängert werden, empfiehlt sie. „Man kann damit beeinflussen, dass das parasympathische Nervensystem angeregt wird.“ Der Parasympathikus wird auch als Ruhenerv bezeichnet.

Vorteile von Yoga

Die bewusste Atmung gilt im Yoga als Fundament. Die Lehre sei ein Weg zur Gesundheit: Das Herz werde gekräftigt, der Blutdruck normalisiert sich, das Immunsystem werde gestärkt. „Selbst auf Diabetes hat Yoga eine überaus positive Wirkung.“ Man schlafe besser und starte frisch in den Tag.

Das gute an Yoga sei, dass jeder grundsätzlich ohne Vorkenntnisse beginnen könne. „Es gibt Indikationen wie Bluthochdruck oder erhöhter Augeninnendruck, die man vorher mit dem Lehrer besprechen sollte.“ Generell sei Yoga jedoch wegen der individuellen Anpassbarkeit für jeden geeignet. „Man kann sei wie man ist, es geht nicht um Leistung, sondern ist eigener Raum.“

Meditation gegen Stress

Gerade bei Stress helfe Yoga, entspannen zu können. „Mit Meditation erlernt man wieder die Fähigkeit, den Dingen zuzusehen und einen Moment innezuhalten – ohne gleich darauf reagieren zu müssen.“ Meditieren sei dabei ein weites Feld und könne in Ruhe, aber auch in Bewegung ausgeführt werden.