RSV-Welle? Infektionszahlen steigen an 26.01.2026 13:27 Uhr
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit verbreiteter Erreger, der meist harmlose Erkältungssymptome verursacht. Insbesondere bei Säuglingen und Senioren kann die Infektion aber auch zu schweren Lungenentzündungen führen. Aktuell steigen die Infektionszahlen an.
Während das Infektionsgeschehen derzeit noch stark von Influenzaviren dominiert wird, nehmen die RSV-Nachweise stetig zu. Das erklärt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem letzten Wochenbericht zu akuten respiratorischen Erkrankungen (kurz ARE).
RSV-Last deutlich gestiegen
Demnach deute sich der Beginn einer RSV-Welle bereits an. Die Positivenrate lag in der dritten KW bei null- bis vierjährigen Kindern bereits bei 14 Prozent. Auch die Auswertung von Daten aus 41 Kläranlagen zeigen, dass die Werte der RSV-Last im Abwasser für RSV A und RSV B in den letzten Wochen deutlich gestiegen ist.
Der Anstieg zeichne sich laut RKI vor allem klinisch bei Patient:innen unter zwei Jahren durch schwere Verläufe ab, während in der allgemeinen Bevölkerung die RSV-Welle gerade erst an Fahrt gewinnt.
Impfempfehlungen beachten
Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre Empfehlungen für die Saison 2025/2026 präzisiert. Es wird dabei zwischen der aktiven Impfung für ältere Menschen und der passiven Immunisierung für Säuglinge unterschieden. Es gelten folgende Empfehlungen:
- Standardimpfung für Menschen ab 75 Jahren
- Indikationsimpfung bei Personen zwischen 60 und 74 Jahren bei schweren Grunderkrankung wie chronischen Erkrankungen der Atemwege, des Herzens oder der Nieren oder wenn sie in Pflegeeinrichtungen leben
- passive Impfung mit einem monoklonalen Antikörper für Neugeborene und Säuglinge in ihrer ersten RSV-Saison
Außerdem können sich werdende Mütter bis etwa einen Monat vor der Geburt gegen RSV impfen lassen. Dies ist jedoch keine offizielle Empfehlung der Stiko.