PKA gibt Präsentationstipps

HV-Deko: Blickfang statt Pappteller 03.11.2026 14:33 Uhr

Berlin - 

In der Apotheke geht es nicht nur um die Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Immer mehr wird auch Wert auf die Präsentation von Frei- und Sichtwahl gelegt. PKA Daniela Gradel setzt mit ihrer langjährigen Erfahrung auf besondere Akzente. Im Vordergrund stehe die Eigenmarke, sagt sie.

Gradel ist seit 28 Jahren PKA und arbeitet in der St. Georgen Apotheke in Bayreuth. Innerhalb des Familienverbunds ist die 43-Jährige für den Zentraleinkauf zuständig. Sie weiß um die Bedeutung von HV-Deko und der Möglichkeit, den Abverkauf zu steigern. „Wir legen im ganzen Verbund Wert auf Kosmetikserien, die sehr breit präsentiert werden und einen Blickfang sichern.“

Regelmäßiges Umräumen in der Apotheke

Alle vier bis sechs Wochen werde in der Offizin umgeräumt. „Nicht um den Kunden zu verwirren, sondern um die neue Präsentation nach vorne zu bringen.“ Es gehe darum, einen Blickfang zu sichern. Im Vordergrund stehe die Eigenmarke, sagt sie. Dazu gehöre die Kosmetik der Apotheke sowie eigene Nahrungsergänzungsmittel. „Das präsentieren wir groß.“

Auch die eigenen Hustensäfte oder Augentropfen stünden zentral und gut ersichtlich in der Offizin und im HV-Bereich. „Das präsentieren wir groß und gehen damit weg von den großen Marken. Hintergrund sei die Exklusivität. „Der Gedanke dahinter ist, dass man das nicht online, sondern nur in der Vor-Ort-Apotheke kaufen kann.“ Natürlich würden auch die bekannten OTC-Präparate gezeigt – jedoch weniger vordergründig.

Inszenierung statt Warendruck

Bei der Dekoration geht es eher um Inszenierung und Stimmung als um Werbung für Produkte. Zwischen der Ware stünden Windlichter oder es hingen selbstgenähte Täschchen von lokalen Anbietern aus. Auch ein Kaffeeautomat sowie Bücher laden laut Gradel zum Verweilen ein. Gerade die Heißgetränke würden gerne von Kundinnen und Kunden angenommen, etwa wenn es länger dauert, weil es Rückfragen in den Arztpraxen gibt. „Das nehmen sie sehr dankend an.“

Der Ansatz sei moderner und kundenorientierter. „Wir sind weg vom typischen Vollstellen der Regale.“ Natürlich sei man wegen der Werbekostenzuschläge (WKZ) auch an Firmen gebunden. Doch die Neuheiten würden nebenher beworben und präsentiert. „Typische Zahlteller und Aufsteller gibt es bei uns nicht mehr. Auch Pappteller sind nicht mehr zeitgemäß.“