Shopbetreuung, Lageroptimierung, Social Media

Homeoffice für Apothekenteams 31.03.2026 15:28 Uhr

Berlin - 

Die Arbeit im Homeoffice ist für viele Arbeitnehmer:innen attraktiv – auch für Apothekenteams. PKA Angelika Jakobs aus der Adler-Apotheke Neuwerk in Mönchengladbach und Apothekeninhaberin Sarah Mast aus der Schellenberg-Apotheke in Hüfingen berichten, wie sich das Konzept in ihren Apotheken und für sie selbst etabliert hat und aktuell weiterentwickelt.

„Wir haben seit Anfang Februar einen Praxisbedarfshop“, berichtet Jakobs. Bislang belieferte die Adler-Apotheke Neuwerk Arztpraxen vorrangig mit Sprechstundenbedarf. „Jetzt können sie auch ihren kompletten Praxisbedarf bei uns bestellen.“

Die Betreuung des Praxisbedarfshops habe sich zu einer von Jakobs Hauptaufgaben entwickelt. Jeden Dienstag organisiere sie diesen für einige Stunden von zu Hause aus. „Die Bestellannahme und Verwaltung kann ich sehr gut aus dem Homeoffice heraus steuern“, berichtet sie. Von zu Hause aus bereite sie zum Beispiel die Zusammenstellung der Ware für die zeitnahe Auslieferung am Folgetag vor oder handle Preise mit den Firmen aus.

Im Backoffice-Bereich gebe es einige Aufgaben, die problemlos aus dem Homeoffice heraus zu bewerkstelligen sind, findet Jakobs. „Der komplette Einkauf und Verhandlungen mit diversen Firmen sind optimal von zu Hause aus zu steuern.“ Auch die Personalplanung, Preiskalkulation, Lageroptimierungen und Auswertungen seien optimal von zu Hause aus zu händeln. Wie viele dieser Aufgaben sie im Homeoffice erledige, entscheide Jakobs flexibel.

Social Media als Homeoffice-Chance

Apothekeninhaberin Mast habe aus dem Homeoffice heraus Zugriff auf das apothekeneigene Verwaltungssystem und organisiere die Arbeitspläne von zu Hause aus. Dafür blocke sie sich auch Zeit. Anders sehe es bei Social Media-Inhalten aus. „Das mache ich flexibel in der Mittagspause, am Nachmittag, am Abend. Das rechne ich bei mir nicht als Arbeitszeit.“

Bei ihren Angestellten probiert Mast gerade ein neues System aus. Diese unterstützen sie mit dem Instagram-Kanal der Apotheke. „Ich habe jetzt eine Social Media-Beauftragte, bei der zwei Homeoffice-Stunden in der Woche fest im Arbeitsvertrag verankert sind.“

In dieser Zeit werde beispielsweise Content entwickelt und verarbeitet. Auch Schulungen seien möglich. Ihre Angestellte teile ihr mit, an welchem Projekt sie wie lange gearbeitet habe. „Das mache ich auf Vertrauensbasis. Das ist ganz normale Arbeitszeit. Gerade Social Media-Arbeit geht am besten im Homeoffice“, findet Mast.