Klinikkonzern

Heidelberg/Mannheim: Universitätskliniken fusionieren Lilith Teusch, 15.02.2024 11:55 Uhr

Die Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim haben ihr Verbundvorhaben beim Bundeskartellamt angemeldet Foto: barbara buderath/stock.adobe.com
Heidelberg - 

Die Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim wollen sich zu einem Verbund zusammenschließen. Dabei soll das Klinikum in Heidelberg Mehrheitsgesellschafter werden und die strategische Führung des Verbunds übernehmen. Der Verbund soll die Forschung an beiden Standorten sowie die Qualität und Leistungsfähigkeit der Krankenversorgung stärken und damit den Bürgerinnen und Bürgern konkret nutzen.

„Für die Patientinnen und Patienten, das Universitätsklinikum Heidelberg, das Universitätsklinikum Mannheim und deren Mitarbeitenden sowie für die Metropolregion Rhein-Neckar als Gesundheits- und Forschungsstandort können sich aus dem Verbund große Potenziale und langfristig attraktive Perspektiven eröffnen“, so Ingo Autenrieth, Vorstandsvorsitzender und leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg. „Daran werden wir in den nächsten Monaten gemeinsam weiterarbeiten, auch um die mit diesem Projekt angestrebten gesundheits-, forschungs-, wirtschafts- und regionalpolitischen Ziele zu erreichen.“

Zuspruch aus der Politik

Auch Manne Lucha, Minister für Soziales, Gesundheit und Integration in Baden-Württemberg, begrüßt den geplanten Zusammenschluss: „Durch einen Verbund der beiden Universitätsklinika kann die medizinische Versorgung in der gesamten Region verbessert werden. Eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten muss auch hier das gemeinsame Ziel sein.“

Bereits im vergangenen Jahr haben das Land Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim mit ihren Grundsatzentscheidungen den Weg für die Prüfungsphase frei gemacht. Bis die Prüfung des Bundeskartellamts abgeschlossen ist, kann es allerdings noch bis zu fünf Monaten dauern.