Trump-Rede in Davos

Pharmapreise: „Emmanuel, so wird das nicht gehen“ 21.01.2026 15:40 Uhr

Berlin - 

Mit überbordender Selbstverherrlichung und unverhohlenen Drohungen gegenüber den bisherigen Verbündeten machte Donald Trump in Davos seinen Anspruch auf Grönland geltend. Auch die Pharmabranche musste herhalten.

Unter der Liste an eigenen Erfolgen führte Trump auch die Senkung der Arzneimittelpreise an. „Emmanuel, so wird das nicht gehen“, habe er dem französischen Präsidenten Macron mitgegeben. Er müsse seine Preise verdoppeln, verdreifachen, habe er zu ihm gesagt. Macron habe sich geweigert, so getan, als verstehe er das Ansinnen nicht. Mehr als 30 Jahre lang seien die USA mit überhöhten Arzneimittelpreisen hereingelegt worden, habe er entgegnet. Komme Frankreich seiner Forderung nicht nach, werde er einen 25-prozentigen Zoll auf Medikamente aus Frankreich einführen – oder 100 Prozent auf Champagner. „Das ist mehr als das, um das es hier geht.“

Um was es geht, war Grönland. Nur die USA könnten dieses riesige Stück Land beschützen – und damit die ganze Welt. Tatsächlich hätten die USA Grönland schon im 2. Weltkrieg gesichert und besetzt, dann aber dummerweise zurückgegeben. Zurückbekommen habe man nichts, die USA würden unfair von der Nato behandelt. Dann seine Botschaft: „Mark, bist du da“, fragte er in den Saal. „Wir haben die Nato nie um etwas gebeten und nie etwas bekommen.“

Mit der Ukraine habe man eigentlich nichts am Hut. Trump sprach von einer gefälschten Wahl und einem Krieg, den es mit ihm nie gegeben hätte. Immer wieder attackierte er seinen Amtsvorgän ger Joe Biden als „schrecklichen Präsidenten“. Aber ihn störe die hohe Zahl an Toten in der Ukraine. Also wolle er den Krieg beenden und damit Europa helfen. Im Gegenzug: „Ich will doch nur ein Stück Eis.“