USA

Personalmangel bei Apothekern Désirée Kietzmann, 12.06.2008 09:13 Uhr

Berlin - 

In den USA zeichnet sich zunehmend ein Mangel an Apothekern ab, den vor allem ländliche Regionen und Krankenhäuser schon heute zu spüren bekommen. Das Rekrutieren neuen Personals fällt ihnen zunehmend schwerer, da sie mit den Angeboten der großen Apothekenketten nicht mithalten können. Walgreens, CVS, Wal-Mart & Co. locken mit regulären Arbeitszeiten, Einstellungsprämien in Höhe von bis zu 30.000 Dollar sowie Gehältern, die in manchen Fällen bei mehr als 150.000 Dollar im Jahr liegen. Unabhängige Apotheken und Kliniken ziehen im Wettbewerb um die Apotheker deshalb in der Regel den Kürzeren.

In ländlichen Bundesstaaten wie Kansas macht sich diese Entwicklung bereits bemerkbar. In 31 der 105 Landkreise gibt es nur noch eine einzige Apotheke, sechs Landkreise verfügen über keine einzige mehr. Als Hinderungsgrund sehen Experten vor allem das hohe finanzielle Risiko, das mit der Eröffnung einer eigenen Apotheke verbunden ist. Auch Kliniken scheinen für den pharmazeutischen Nachwuchs nicht attraktiv zu sein: Ein Krankenhaus in Dodge City versucht bereits seit mehr als einem Jahr vergeblich, die offene Stelle des Klinikapothekers zu besetzen. Inzwischen wurde sogar eine Personalvermittlungsfirma mit der Suche beauftragt.