NGDA erhöht die Preise

Securpharm wird wieder teurer 02.11.2026 10:03 Uhr

Berlin - 

Apotheken müssen für die obligatorische Nutzung von Securpharm ab dem kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die NGDA – Netzgesellschaft Deutscher Apotheker erhöht die Preise.

Ab dem kommenden Jahr steigt die Nutzungsgebühr für den Securpharm-Apothekenserver auf 13,55 Euro pro Monat beziehungsweise 162,60 Euro pro Jahr. Die neue Pauschale werde erstmals mit der ersten Rechnungstellung im Jahr 2027 berechnet. „Wenn Sie Ihre Zahlungsweise im November oder Dezember 2026 von monatlicher auf jährliche Zahlung umstellen, profitieren Sie noch für volle zwölf Monate vom bisherigen Preis von 154,80 Euro zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer“, so der Tipp.

Mit diesem Schritt erhöht die NGDA weiterhin im Turnus von zwei Jahren die Preise. Zuletzt waren die Preise 2025 auf 12,90 Euro pro Monat beziehungsweise 154,80 Euro pro Jahr erhöht worden. 2023 war der Betrag auf 11,90 Euro beziehungsweise 142,80 Euro angehoben worden. Zuvor hatten Apotheken 120 Euro pro Jahr zahlen müssen. Mit anderen Worten: Seit 2022 ist die Gebühr um mehr als 35 Prozent gestiegen.

„Auch bei uns sind seit der letzten Gebührenanpassung die Personal- und Betriebskosten sowie die Beschaffungskosten für die technische Infrastruktur gestiegen“, argumentiert die NGDA gegenüber den Apotheken. „Diese Mehrkosten können wir nicht vollständig auffangen.“ Deshalb erhöhe man die monatliche Nutzungsgebühr zum 1. Januar um 65 Cent. „Die Anpassung beträgt rund 5 Prozent und entspricht damit etwa der kumulierten allgemeinen Preissteigerung in den beiden Jahren seit der letzten Gebührenanpassung Anfang 2025.“

Gemeinsam mit den Partnern des Securpharm-Systems arbeite man an Verbesserungen, die den Aufwand im Apothekenalltag verringern, heißt es weiter. So habe man zum Jahreswechsel ein neues System zur automatisierten Bewertung und Schließung nicht kritischer Alarme eingeführt. „Weitere Arbeiten betreffen die anonyme Kommunikation mit Herstellern bei Alarmmeldungen.“

Zugleich entwickle man die Infrastruktur und die Software weiter und baue die hohen Sicherheitsstandards aus. „Notwendige Anpassungen an der europäischen Systemarchitektur setzen wir möglichst zentral im Apothekenserver um. Dadurch reduzieren wir den Anpassungsaufwand für die angebundenen Softwaresysteme, was allen Systemnutzern zugutekommt.“

Tatsächlich fährt die NGDA seit einigen Jahren Gewinne ein, eine halbe Million Euro war es etwa 2024. Allerdings schiebt die Avoxa-Tochter noch Verluste von rund 4 Millionen Euro vor sich her.