Spezifikation für CardLink-Nachfolger

E-Rezept: GesundheitsID statt eGK 07.09.2026 16:28 Uhr

Berlin - 

Die Gematik hat einen weiteren Spezifikationsentwurf für den Proof of Patient Presence (PoPP) veröffentlicht. Der Entwurf schafft eine wesentliche technische Grundlage dafür, dass Redcare Pharmacy und andere Akteure im Gesundheitswesen künftig die GesundheitsID als Authentifizierungsmöglichkeit für ihre Kund:innen in der Fernversorgung anbieten können.

Anfang kommenden Jahres soll das Cardlink-Verfahren, für das sich im Zuge des E-Rezeptes die Versender eingesetzt hatten, durch PoPP abgelöst werden. Der Versicherungsnachweis (VSDM) soll dann nicht mehr nur mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK), sondern mit der GesundheitsID möglich sein.

Da die Zulassung für CardLink abläuft, drängt die Zeit. Bereits im Januar war eine Spezifikation für Anwendungsfälle in der Fernversorgung an vorgelegt worden. Mit der heute veröffentlichten Vorabspezifikation konkretisiert die Gematik die Nutzung der GesundheitsID für PoPP und schafft damit eine weitere Grundlage für die zukünftige digitale Einlösung von E-Rezepten. Der Entwurf ist dabei ausdrücklich auf eine Erweiterung um zusätzliche Verfahren ausgelegt. Die konkrete technische Ausgestaltung dieser Zugangswege wird Gegenstand weiterer Spezifikationen sein.

Entsprechend groß ist die Freude bei den Versendern: Redcare-CEO Olaf Heinrich sprach von einem weiteren wichtigen Schritt bei der Entwicklung von PoPP. „Unser Ziel ist es, unseren Kundinnen und Kunden auch in Zukunft einen einfachen, sicheren und vollständig digitalen Zugang zur E-Rezept-Einlösung zu ermöglichen. Die GesundheitsID eröffnet hierfür zusätzliche Möglichkeiten. Positiv zu bewerten ist außerdem, dass die Gematik bereits weitere Zugangswege für die Fernversorgung anvisiert. Dazu zählen insbesondere die eGK und perspektivisch auch die EUDI-Wallet.“

Redcare rechnet in Kürze mit der Bestätigung einer Verlängerung der CardLink-Lizenz bis Ende März 2028. Damit wäre laut Versender ausreichend Zeit für einen geordneten Übergang auf die zukünftige PoPP-Infrastruktur gegeben.