Digitale Identitäten

d-you: Die deutsche EUDI-Wallet hat einen Namen 09.09.2026 19:12 Uhr

Berlin - 

Im kommenden Jahr soll die EUDI-Wallet, die digitale Brieftasche gemäß den Vorgaben der Europäischen Union zu digitalen Identitäten, starten. Ein eigener Name fehlte bisher. Den verkündete heute das zuständige Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Zum Start sind bereits 40 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung dabei – unter anderem auch die Bundesdruckerei und Rossmann.

Der Name der künftigen staatlichen digitalen Brieftasche, die am 2. Januar 2027 gelauncht werden soll, lautet d-you. Der Name bringe die zentrale Idee der Wallet auf den Punkt, heißt es vom BMDS. „Das ‚d‘ steht für digital und für Deutschland. Das ‚you‘ stellt die Nutzerin und den Nutzer in den Mittelpunkt. Es verweist zugleich auf den europäischen Rahmen, in dem die Wallet entsteht. Die Gestaltung des Icons folgt derselben Logik: kleine Buchstaben, die unaufdringlich und modern wirken“, so das Ministerium.

Die Hand im Logo stehe für Individualität, Menschlichkeit sowie Vertrauen und in diesem Zusammenhang für Selbstbestimmung und Kontrolle. Sie unterstreiche das Kredo: „Es sind deine Daten. In deiner Hand.“

„Mit d-you entwickeln wir eine digitale Anwendung, die echten Mehrwert bietet, den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Vertrauen schafft. Die deutsche EUDI-Wallet ist nutzerfreundlich und sicher, schafft Transparenz und Kontrolle über die eigenen Daten und funktioniert überall in Europa. Um d-you herum entsteht ein Ökosystem, das neue Anwendungen, innovativere Geschäftsmodelle und effizientere Verwaltungsleistungen ermöglicht“, so Bundesdigitalminister Karsten Wildberger im Rahmen der Vorstellung des Namens.

Mit den Launch-Partnern, deren Services direkt verfügbar sein werden, wolle man dann ermöglichen, beispielsweise das Alter nachzuweisen, rechtssicher Verträge abzuschließen oder ein Bankkonto zu eröffnen. Die Nutzung der EUDI-Wallet ist freiwillig, kostenfrei „und ist perspektivisch europaweit einsetzbar“. Schrittweise sollen dann weitere Funktionen und Nachweise hinzukommen.